Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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•werk vollendet ist, wird der äufsere Graben, dessen wir unten erwähnten, mit demSande a, zwischen welchen man auch noch ziegelgraus stürzt, angefüllet. Auf dieseWeise setzt man also dem naarleminer - Meer schranken, und wenn gleich jede Län-genruthe 280 bis 300 Gulden kostet, so mufs man doch zugleich auf die Dauer desWerkes sehen, und darf keine leichtere construction dieser sehr guten vorziehen.Vom Jahr 1706 bis 17Q7 haben diese uferbauwerke anzulegen 808374 Gulden, undihre Unterhaltung die summe von 471037 Gulden gekostet.

§. 59. Die neuesten versuche um den uferbau am Haarlemer zu verbessern,bestanden darin, dafs man im Jahr 1771 die Fächer zwischen den beschriebenenHauptpfählen und den Gurthölzern mit erlenen nundpfahlen x x f. 3. '(Flse slieten)von 3 bis 4 Zoll im Durchmesser (man nannte ein solches werk ■ Slietwerk') aus-rammte. Die Erfahrung lehrte aber, dafs ein solches Bauwerk, wegen den Zwi-schenräumen , die es läfst, dem ufer Gelegenheit gab, sich abzutrennen, und soWurde denn die äufsere nossirung des gesammten Werkes sehr oft schadhaft. Indieser Hinsicht hat man im vorgenannten Jahr das erste pfahlwerk in uro. 54., soWie wir es beschrieben haben, aufgeführt. Auch ist ehemals vor jedem Hauptpfahlein schräger Eispfahl in den festen Grund eingerammt, und mit dem Hauptpfahl,vermittelst eines eisernen Spitzbolzens, verbunden worden; seitdem aber die werkenicht mehr so hoch, als ehemals angelegt werden, und das Eis vorzüglich auf diesteindossirung hinaufgeschoben wird, sind diese Eispfahle nicht mehr nöthig. DieUnterhaltung dieser wichtigen werke, so kostbar für die ehemalige Provinz Hollandund für nheinland insbesondere, hat man seit einiger zeit mit ganz vorzüglicherAufmerksamkeit behandelt, und es sind im Jahr 1797 versuche angestellt worden,um wo möglich Kosten zu ersparen, Zu diesem Ende sind anstatt der steingraus-Anfiillung n (pig, 4.) trockene xorfstücke o o dicht aufeinander im verbände, undzwar bis zur Höhe des inneren ourtholzes, wenn zuvor der steingraus , so tief alsmöglich, unter wasser aufgeräumt war, aufgesetzt worden, und über dieses Torfla-ger hat man die Dossirung wieder hergestellt, und mit grofsen steinen bedeckt.Auf diese weise sollte dem versenken der alten slietwerke begegnet werden. Manglaubt nämlich, dafs die aufgesetzten Torfe, sobald sie das wasser eingesogen ha-ben , eine gröfsere Dichtigkeit erhalten. So ist nun ein Theil der alten werke wie-der hergestellt worden. Um indessen einen genugthuenden versuch zu machen, isthinter einem neuen pfahlwerke (nach vorhergegangener Ausschöpfung des innerenGrabens) der Torf bis zu 5 y unter den pfahlköpfen aufgesetzt; an einer andern stelle(Eig. 6. und 7.) hat man versucht, diesen alten schadhaften slietwerken dadurcheine gröfsere zweckmäfsigkeit und Dauer zu geben, dafs längst den inneren Gurthöl-zern eine Spundwand eingerammt (eene Key sponningplanken) und das alte werkunberührt gelassen wurde. Bey der Ausführung dieses letzten Versuches hat die Er-

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