Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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»trohbüschel in g F. ff8. etwa 4 ;/ tief in die Erde, und zwar alle zwey bis drey zollDie strohkrampen g und h werder aber auf 4 " Abstand gelegt und befestigt. Wiewohleine solche strohdecke den wellen gut widersteht, so ist sie doch nur höchstens einJahr dauerhaft, mufs daher alle Jahr erneuert werden, und ist defswegen sehr kost-bar. So habe ich z. b. auf dem seedeich zu westkappel grofse Strohmagazine ge-sehen, welche im october jedes Jahrs zur Erneuerung der übrigens musterhaftennekrampung verbraucht werden, Diese strohbekrampung ist blos bey see-deichen nöthig, und zwar von der Ebbe bis zur täglichen Fluth oder bis zur Li-nie, unter welcher hinab keine Gräscreyen wachsen. Zuweilen also höher als zurrliithimie, nähmlich da, wo die See eine Menge Muscheln und schaalthiere auswirft,welche die Böschung über diese Linie hinauf bedecken, und den wachsthum der Grä-ser eye n verhindern.

§. 31. Sanddeiche oder sanddämme werden mit Stroh bestickt und mit Helmbepflanzt, wie diefs s. 498 gelehrt ist, worauf ich also nur verweise.

$. 32. Eine andere Methode ist an der Merwede im Gebrauch. Man macht nähm-lich norden, das sind von Rohr oder Stroh geflochtene Decken, und heftet diese auf dieBöschung gegen den heftigen Wellenaufschlag auf. An der untern Elbe bey Glückstadt bedient man sich zu diesem Behufe der gewöhnlichen Schäfer- Horden oder Flacken.

§. 33. Fiufsdeiche, die dem Strom und Wellenschläge blofsgestellt sind, undauf denen die frischen Rasen diesen Kräften nicht w-iderstand leisten können, werdennur mit weidenbuseh bespreitet. Dieser wird dann mit Verzäunungen, die um solchepfähle gehen, welche durch die Buschlage und in die Böschung geschlagen, und etwa 3 bis 4s-ufs lang sind, überzogen, und mit etwas Erde bedeckt. An sehr gefährlichenStellen wirft man zwischen die von grünen w r eiden gemachten Verzäunungen Steine,und läfst dann die Buschdecke weg. Vorzüglich giebt diese letztere Methode eineSicherheit gegen den Angriff der Eismassen, insonderheit wenn das Holz ausschlägt,was bereits im ersten Jahr geschieht. Ich hahe sie am Rhein mit dem befsten Erfolge in An-wendung gebracht. Solche Buschdeke kann auch mit wippen befestigt werden s. S. 268 .

$. 34. Die Conservation oder Reparation der Deiche mufs dergestalt besorgtwerden: l) Dafs der Deich stets seine, mit Nummerpfählen alle 50 oder 100 Ru-then abgesteckte Hohe, und die im Besteck bestimmten Böschungen habe. 2) Derneich mufs alle Frühling von Unkraut und einzelnen Gesträuchen, so wie vom rreib-zeuge gereinigt werden, damit das Gras aufkomme, und eine gute Grünschwarte bilde.3) Auch müssen die Maulwürfe, Mäuse und Dächse, soviel es thunlich ist, wegge-fangen werden, und trift sich der Fall, dafs eine nicht zu vertilgende Anzahl vonMäusen sich in dem Deich anhäuft, so mufs man, indem das w^asser steigt, (abernicht eher) die Mäuselöcher so schnell als möglich, zustampfeu lassen, je nach derwasserhöhe und ein paar schuh über dieselbe hinauf. Dieses Mittels habe ich michim Herbste 1801 mit dem befsten Erfolge am Rhein , bedient. Am befsten gelingt es, wenn