Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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man es vür Eintritt des Frostes anwendet, oder wie gesagt, bey steigendem wasser.Zur Conservation der Deiche trägt es wesentlich bey, wenn längs dem Fufsedes Deiches auf beyden seiten ein 4 bis 8 schuh breiter Erdraum (veichrecht') liegenbleibt, damit in den Deich hinein nicht geackert werde, nnd das vieh nicht auf dieBöschung laufe. Wo diese Böschungen steil d. i. etwa nur zweyschuhig sind, undwo der oeich längs einer Viehtrift hinläuft, wird längs dem Deichrecht eine kleine «Grube gemacht, und in dieser (in der Queerc) alle 30 Ruthen , eine rlankenwand,welche auch etwas über die Dossirung hinaufgeht, und über das Deichrecht herunterläuft, 4 schuh tief, an ein Queerholz in den Erdboden gesetzt. Solche Queerwändeverhindern das Vieh, aus der Trift auf den Deich zu gehen, und man erspart dabeyeinen Holzzaun. Lebendige zäune längs einer Viehtrift kommen aber leider nur sel-ten auf.

$. 3 5. Sollen aber die Deiche erhöhet, und verstärkt werden, so mache mandie Aiibermung oder Verstärkung wo möglich an einer und zwar an der innern Sei-te, wenn nämlich der alte Deich recht fest, und von guter Erde ist, auch eine hin-reichende äufsere Böschung hat. Besteht er aber aus schlechter Erde, und ist dersel-be locker und schlecht aufgefahren, so hacke man seinen obern xheil auseinander;führe über ihn die Verstärkung hin, und zwar anfänglich mit wagen, um den altenDeich zu komprimiren. Zuweilen wird man indessen wegen des Anfahrens der Deich-erde genöthigt, die Anbermung an der vordem Seite zu machen Diefs kann auchgeschehen, wenn nofnung da ist, dafs sich diese neue Arbeit bald begrüne, wiewohl -es besser ist, sie dem wasser zu entziehen, und die alte vordere Böschung ruhig lie-gen zu lassen, besonders wenn sie eine gute Grünschwarte hat oder wohl gar mitSteinen und strohbekrampungen, oder mit einer nlaylage bedeckt ist, und wie schonoben erwähnt worden ist, hinreichende Böschung hat. Oefters mufs indessen dieVerstärkung des Deiches auf beyden Böschungen und über die Krone hin zugleich ge-macht, und der alte Deich ganz in Erde eingehüllt werden, wenn nämlich die Deich-erde von beyden seiten des Deiches gehöhlt werden kann, und der cubische Inhalteiner solchen Verstärkung nicht so grofs ist, als wenn man sie an der innern odervordem Seite allein anbrächte. Zur Festigkeit des Deiches ist es alsdann wesentlichnöthig, dafs man die alten Böschungen oder den obern Theil des Deiches etwas auf-hackt, herunterzieht, und die Verstärkungsmasse selbst gröfstentheils mit wagen, oderyferde - sturzkarrn auffahren läfst. Zuweilen kann man auch den alten neich zumTheil zu einer zweckmäfsigen Verstärkung verwenden, wie Fig. 21. Tab. 84. zeigt.Viele der alten Deiche werden auch blofs dadurch erhöhet werden könnet!, wenn manauf ihre breite Krone einen Aufsatz bringt; denn die Krone braucht nicht so breit zuseyn, als sie gewöhnlich bey den alten neichen ist, wie ich oben, gezeigt habe.

■Bey einer solchen Erhöhung ist es jedoch zweckinäfsig, die stellen des alten Dei-ches, worauf dieselbe angebracht wird, aufzuhacken oder umzupflügen, damit sich

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