Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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die Erdlagen gut verbinden. Auch sollte man die Arbeit im Frühling vornehmen undvollenden, damit die Verstärkung noch vor winter begrüne, also eine feste Rasen-decke oder Grünschwarte erhalte.

§. 36. So wie nun die Deiche, welcherley Art sie auch seyn mögen, stets gutconservirt werden müssen, so mufs man auch diejenigen uferbauwerke, welche zuihrem Schutze angelegt sind, in einem guten Stande zu erhalten suchen; denn ohnediese Maafsregel ist die Sicherheit des Deiches gefährdet.

$. 37. Was die Benutzung der Deiche betrifft, so mufs man a) eine gute Grün-schwarte zu erhalten suchen; b) das Gras, welches auf den ocich wächst, mufs ge«mähet werden, c) Auf Deichen, die aus einer fruchtbaren Erde aufgeführt sind, kannauch anfänglich Klee - und Heusaamen zugleich und zwar, wo möglich, im May ge-säet werden, besonders wenn die Witterung etwas feucht ist. In einigen Flufsgegen-den findet auch der Gebrauch statt, dafs auf neuen Deichstrecken, zwischen demKlee, auch Hafer angesäet wird, d) Wenige Deiche, das sind solche Deiche, die grös-sere, als dreyschuhige Böschungen und breite Kronen haben, wird man beweiden las-sen dürfen, und zwar nur mit Schafen, weil sonst die Böschungen, so wie die Kro-ne abgetreten wird, Vertiefungen erhält, und die aufgelockerte Erde vom Regen baldabgespühlt wird, e) Die Kopfweiden oder rappeln, welche (nach s. 269 .) auf der aus*sern Böschung stehen, müssen nicht über 12 bis 13 Fufs hoch gelassen werden, da-mit der wind sie nicht lofswackele oder wohl gar umwerfe. Sie werden dann allevier Jahre regelmafsig geköpft. Da, wo kein starker wind herrscht, kann man sieauch höher werden lassen.

§. 38. Die Vorsichtsmaßregeln bey hohen m asserständen bestehen nun im we-sentlichen darin: l) dafs mittelst Deichwachen —- die den Deich, je nach der Loca-lität, besetzen, und mit Feuergewehr versehen seyn, auch von den Ortsvorständenvisitirt werden müssen — eine frevelhafte Durchgrabung oder Durchbohrung des Dei-ches verhindert wird. 2 ) Dringt dann das wasser durch den neich stark durch(ein wenig durchsickern hat auf den Deich keine nachtheilige Folgen) so verstopfeman die oeffnungen der vordem und hintern Seite zugleich mit Mist, mit fetter oderGartenerde und Rasen, und befestige diefs mit einer Faschinenbau-rage. Insbeson-dere wird aber die zustopfung des Loches auf der vordem Böschung zweckmäfsig seyn,weil das stopfmaterial vom wasser in die oeffnung hineingedrängt wird. Zuweilenkann man auch grofse leinene Tücher nehmen, an denselben Steine und Gewichtebefestigen, und dieselben vor den Deich hinablassen. Auch können statt dieser Ge-wichte kleine Anker, welche in die Dossirung des Deiches eingreifen , unten an sol-che TÜclrer befestigt werden. In Holland bewahrt man diese Tücher in eigenen Ma-gazinen auf (z. b. im Deichmagazin zu spaarndam), oder man bedient sich an ih-rer statt auch wohl der seegel von Fahrzeugen. Auch kann marr sich derjenigenTücher bedienen, worauf der Landmann den RÜbesaamen•'ausdrischt.

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