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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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die solche Rheden und solche grofse Bassins entbehren. Aus dem Alterthum ist mirkein merkwürdiger Kriegshafen bekannt, dem eine solche Rhede fehlte. Unter denneuern Häfen zeichnen sich in diesem Betracht die Häfen von Brest, Toulon, Neapel ,sialta, Cherbourg , cadix, coppenhagen, cronstadt, das Nieuwe - Diep, vlissingen,Helvoct, luedenblick, Enkhuysen; und alle englischen Häfen aus: Dünkirchen , ostende,Calais, Havre, Ramsgate , üieppe u. m. Häfen, werden aber nie zu recht bedeutendenKriegshäfen gemacht werden können, wenn gleich mit Millionen Geldes die Tiefe her-vorgebracht würde, es sey dann, dafs man grofse Bassins in das Land hinein, und.weit genug entfernt vom Fahrwasser des Meers anlegte, damit die darin liegendenSchilfe, von der feindlichen Flotte, nicht beschossen werden könnten.

§. 13. Die Häfen und Rheden müssen so situirt seyn, und durch Meerdämmeverbessert werden, dafs die schiffe darin bey seestürmen einlaufen, und bey ver-schiedenen windstrichen auslaufen können, ohne daselbst, wo der Fluthstrom stattfindet, das Schlepptau zu gebrauchen, und das Bugsiren anzuwenden. Sie sollten ei-nen haltbaren Ankergrund haben, der aus Lehm, Thon, Kreide, Sand und schlickvermischt, bestehen mag, und der noch besser ist; wenn er sich meerwärts erhebt,besonders bey Rheden . Diese letztem sind vortrefflich, wenn die Umgebungen oderdas feste Land aus Bergen bestehen, und sich in das Meer hinein erstrecken, folglichvon der Wasserfläche die herrschenden Seewinde abhalten, und die Entstehung derGrundwogen verhindern. Solche Rheden sind die von Brest, Portsmouth und cadix.Wo aber die oeffnung einer Rhede zu grofs ist, so dafs der Eingang feindlicher schiffeselbst mit Hülfe auf dem festen- Lande angelegter Forts, nicht verhindert werden kann, unddafs darin die wogen des Meeres frey einlaufen, wie z. b. die Rhede von cherbourg,Genua und von la Hougue , da müssen seedämme angelegt werden. Auf der Rhede müs-sen die wellen nicht so hoch gehen, dafs die vermittelst chaloupen zwischen den dar-auf stationirten schiffen zu bewirkende communication unterbrochen werde.

§. 14. Ist nun ein Hafen, in Hinsicht der Rheden und des Fahrwassers , der In-nern - Distribution, Tiefe, Grofse und der vertlieidigungsanstalten, ebenso zweckmäs-sig, wie ein anderer, so verdient doch derjenige den Vorzug, welcher in der Nähe

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eines weit in das Land gehenden Flusses, an einem Flusse selbst, oder auch an einencanal, auf welchem die Bedürfnisse zum Schiffbau leicht herbeygeschaffl werden kön-nen , als wodurch auch der Innere-Handel des Landes und die Agricultur wesentlichevortheile geniefsen kann, liegt. Also ist die Ziehung der canäle nach Seehäfen, einwichtiger Gegenstand für eine kluge Regierung, und die Häfen von England und nol-lang bieten in diesem Betracht grofse vortheile dar. Die holländischen Häfen warenin dieser Hinsicht, vor hundert Jahren noch besser situirt als jetzt, denn die Maas-mündung ist für Seeschiffe zu seichte geworden.

$. 15. Die Mündung oder oeffnung des Hafens oder der nafenstrafs.e stehe nie-rnahls dem herrschenden Seewinde und dem tluthstrome entgegen, damit das auslau-