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gar in der Gegend des midäelhoofds, vor Anker legen. Kurz es sey hoch erlaubt, anzu-führen, dafs im meuwendiep 178Ö neunzig schiffe einen sichern Ankerplatz fanden,und zu Anfang 1787 inehr als hundert Schiffe in diesem Hafen sicher lagen. Ja, dafser im Jahre 178Q hundert ein und fünfzig schiffen zur Ankerstätte diente, welchebestanden: in 14 Kriegsschiffen, 4 Ostindienfahrer, 1 dito Hoeker, 18 Fregatten oderwestindische Schiffe, 13 Hoekers, Q Flinten, 28 nerkentynen, 24 Koffers, 2 snauu-wen, 2 6 schmacken, 12 Tj'alken. — Alle diese schiffe haben, durch die Beschrän-kung der Profile (s. s. Ö54.), die Leitung des Stromes mehr verbessert als verschlim-mert. Die Erfahrung hat also evident erwiesen, indem während den starken Eis-gängen von 1788 und 178Q (*) die schiffe im Nieuwendiep nicht den geringstenSchaden gelitten haben, dafs sagen wir , dieser uafen den wesentlichsten Eigen-schaften guter Seehäfen entspreche. Auch fuhren die einkommenden Schiffe, solang das Eis nur ihr Einkommen im rexel gestattete, in das Nieuwecliep; ohnealle Hindernisse, ein. u
§ 3Q. Dem meuwendiep sollte nun noch eine gröfsere Vollkommenheit gegebenwerden, und zu dieser gehörte unstreitig, ein Kielplatz und Magazine. In dieser Hin-sicht ward der Kielplatz (Tab. 47.) oder das Neuewerk vorgeschlagen. Dadurch' ver-stand man aber keineswegs ein sogenanntes werf, um schiffe darauf zu bauen, odererhebliche Ausbesserungen vorzunehmen, sondern lediglich einen solchen Bezirk, wodie Schiffe gesäubert und gekielt, und wo allenfalls die beym Kielen entdeckten Män-gel ausgebessert.werden konnten, wo man sie ab - und antakeln konnte, damit siewieder schleunig in see stechen mochten. Mit allem dazu isölhigen mufste also die-ser werkplatz versehen seyn. Dessen Anlage ist in der That für die Hafenbaukunde,zu wichtig, als dafs wir nicht das wesentlichste und Merkwürdigste davon zu be-schreiben versuchen sollten. Zuerst wollen wir die construction des Deiches, welcherden Kielplatz einschliefst, beschreiben. Da die Figur dieses Platzes, dessen Gröfse undLage auf der 47. Kupfertafel angegeben ist, so wollen wir uns dahey nicht verwei-len. (**) Der auf der schooter - ylakte gelegte Deich, diesen Bezirk umschliefsend,wurde folgendermaafsen 17QO aufgeführt, l) Der äussere Fufs des neiches wurde miteinem Faschinen-Packwerk auf eine gleiche Hohe, zwey Fufs unter ordinäre rluth,aufgebauet. Die Sturzenden der Faschinen liegen nach der äussern Seite, so wie diefsin den Profilen (x. 47.) gezeichnet ist. Diese Lagen haben nach hinnen Z J und nach
(*) Das Meer war damals so weit mit Eis bedeckt, dafs kein menschliches Auge, von den höchst&n Dü-nen ab, die Wasserfläche des Meeres entdecken konnte,
(**) Herr conrad hat die Dimensionen des Deiches, dessen längste Seite jeda %o Ruthen , und dessen kürzestejede 6o Ruthen beträgt, beschrieben; unsere Leser finden sie leicht auf der citirten Kupfertafel. Mir'scheint die Figur dieses itielplatzes mit großer hydrotechnischer Kenntnifs bestimmt zu stvn,Sie bietet dem Mord Westwinde, der dem Deiche, des tvieu wendieps wegen, nachtheilig seyn könute,eine Spitze dar, die des Wellenschlages Kraft schwächt, und die wellen, vom Nordwinde getrieben,gleiten an seiner westlichen und östlichen wand hin.
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