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oder tands-Dok genannt* ausgebauet. Die canäle, woran die Kielplätze liegen, ha-ben eine Breite von 300 / , sind also so breit, wie das Bassin d’Ingouville zu Havre .Ueberhaupt ist die Distribution der Bezirke des ostindischen werftes untadelbaft undein wahres Muster. Die 1Ö00 schuh lange seilspinnerey steht auf einer Insel zwischenzwey canälen. Die Sagemühlen liegen am wasser isolirt und nicht weit von der seil-spinnerey stehen die einzelnen Magazine, so wie das »auptma'gäzin isolirt, und aufInseln und längs deix Canälen oder Vorhäfen. So liegt z. b. das uaüptmagazin derostindischen compaghie in der Mitte des östlichen Bezirkes zwischen zwo kleinen ca-nälen; das Holzmagazin des Admiralitäts - werftes steht längs dfeh Kielplätzen, und hateine Länge von 1750 schuh. In dessen Nähe liegt das viereckige Gebäude, welchesdas Landesmagazin ist, also die Bedürfnisse für die Kriegsschiffe enthält. Bey diesemmusterhaften Locale konnten nur verworfene Menschen einen Brand verursachen, des-sen Wirkungen jeder rechtliche Mensch nicht anders, als mit einem Gefühle von Un-willen betrachten kann, und die bey den guten Brandanstalten Amsterdams und deniueberflufs an Wasser hätten minder schädlich gemacht werden müssen, wäre diefsFeuer nicht an verschiedenen orten zugleich angelegt gewesen.
Keine städte können, was die Lage am und im wasser betrifft, miteinander mitmehr Recht verglichen werden, als Amsterdam und Venedig . Welch ein unterschiedist aber nicht in der Distribution der canäle! In Amsterdam sind diese canäle mitaller Kunst und regulär angelegt; darin wird das wasser mittelst der Ebbe und Fluthund den dazu eingerichteten schleusen, in steter Bewegung erhalten; aber Venedigs ca-näle sind unregelmäfsig angelegt, und entbehren der spühlung fast gänzlich.
Amsterdam ist mit parallel laufenden canälen durchschnitten, die man dort Grag-ten nennt, und die auf t. 51. genau bezeichnet sind. Ihre geringste Breite beträgt6o, die mittlere 120, und die gröfste 240 schuh; ja die Amstel hat eine Breite von324 nifs.
Da die Stadt - canäle ( Kragten) vermittelst der Ebbe - und Fluth - circulation vondem unrathe gereinigt werden, und in ihnen das tvasser in einer stäten Bewegungerhalten wird: so kann man, ohne uebertreibung behaupten: dafs die sta'dt Amster-dam , die schon jetzt ein sehr ungesunder ort ist, fast nicht bewohnt werden könn-te, wenn sie diese wassercirculation entbehren sollte. Diese circulation des Wassers,durch alle die schleusen ünd canäle, ist einzig in ihrer Art; ja sie reizt das Interessejegliches denkenden Reisenden,- unter denen es aber wohl wenige geben dürfte,- diebis jetzt eine deutliche Idee von ihr haben. Selbst in Amsterdam ist sie nur wenigenPersonen bekannt; und es hat mir ein erfahrner und sehr geschickter Ingenieur versi-chert : dafs er sich, bey seinem Aufenthalt in Amsterdam , viele Mühe' gegeben habe,um ihr spiel zu erfahren, aber vergeblich. Ich verdanke die Data, zum folgenden, demB'audirector schellings irr Amsterdam .