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Ertragnisse ablochen. Was die Verteidigung des Landes betrifft, so wird sie mittelstHäfen defswegen erleichtert, weil dieselben die Geschwader einer verbündeten Machtaufnehmen und es auch erleichtern, dafs die Landtruppen schnell von einem puncte derKüste bis zum andern, ja auch zur Unterstützung des Freundes über die See; mitTransportschiffen abgehen können.
Es würde mir übrigens, •— wenn das Gesagte nicht schon an und für sich selbstdie vortheile sicherer näfen begründete — keine sonderliche MÜhe kosten, diejeni-gen, welche aus guten Häfen für jeden Staat entstehen, aus der Kriegsgeschichte ab-zuleiten, wenn sie nicht bereits von allen einsichtsvollen Staatsmännern anerkanntwären, mithin nur von solchen Personen, die sich das staatsbefste wenig angelegenseyn lassen, welche die verderbliche Kunst verstehen, jedem nützlichen vorschlageden weg zu versperren, verkannt werden.
Aus den vortheilen, welche ein am Meer gelegener Staat von seinen Flufs - undSeehäfen -— sowohl in Rücksicht des commerzes, als der Landesvertheidigung, ziehenkann, folgt auch: dafs man die bey den Häfen nöthige Verwaltung mehrerer zweige,als der wasserbaukunst, Nautick und Kriegskunst mit zweckmäfsigkeit organisirenmüsse. Da nun dieselbe in diese drey Abtheilungen zerfällt, so haben sie die bedeu-tendsten Seemächte Europens nach diesen angeordnet. Die erste Abtheilung begreiftden Hafenbau selbst, und den'Bau der zur Formirung des Hafen - Etablissements gehö-rigen Gebäude, Maschinen, werkstätte, Leuchtfeuer und Magazine aller Art, welcheden Ingenieurs des Wasserbaues zusteht. Die zweyte Abtheilung umfafst den Bau unddie Armatur der schiffe, und die dritte schliefst die vertheidigungsanstalten für denHafen ein.
$. 54. Soll der Hafenbau nun allen Absichten und der Beschaffenheit des Localsentsprechen, das ist: einen sichern Hafen für die schiffe und Bequemlichkeit zu allenin demselben zu betreibenden Arbeiten verschaffen, so ist es klar: dafs die in derPraxis anwendbaren Grundsätze und Maximen, nach denen nhan bey Anlegung der Hä-fen verfahren mufs, und welche ich im ersten Bande vorgetragen habe, nicht aus ei-ner speculativen xheorie, sondern aus den, bey den vorzüglichsten Europäischen Hä-fen obwaltenden vortheilen und Nachtheilen hergeleitet werden müssen. Bey Anwen-dung dieser Grundsätze auf irgend ein Local, mufs man dieses aber in allen nautischenund hydrotechnischen Beziehungen kennen, und zu dem Ende die Erfahrungen derdes localkundigen Schiffer, so wie der Küstenbewohner, benutzen.
Diese so nothwendige, ja unentbehrliche Localkenntnifs besteht l) in Hinsichteines rlufshafens in einer genauen Flufskarte, wovon im ersten Bande, s. 151 u. s. w.das wesentlichste vorgetragen ist. 2) Die Anlage eines guten Seehafens anbetreffend,besteht diese Localkunde: a) aus einer topographischen Karte von der Küstengegend,l) weil die Lage und Hohe der Berge und Anhöhen einen wesentlichen Einflufs aufdie Wirkungen der herrschenden und für das Etablissement des Hafens nachtheiligen
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