Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Winde bat; 2) weil man die Strafsen kennen mufs, welche zum Hafen fuhren; S) weildie Lage des Küstenlandes zum Theil die Anlegung der Leuchtfeuer und Seezeichen,;nach denen der Schiffer seinen cours einzurichten hat, und die vertheidigungsanstal-ten, bestimmt; b) aus der Untersuchung der riefen des Meeres in der Nähe des Ha-fens,, so wie aller Sandbänke und Seichten, insbesondere der riefen desjenigen Bezir-kes , welcher den Hafen und die Rhede ausmachen soll, und zwar auf 50 bis 200Klafter Abstand, um alsdänn nicht nur den Raum des Hafens, sondern auch die Stär-ke der werke bestimmen zu können; c) aus der Untersuchung des Hafengrundes, umüber seine Haltbarkeit oder über das Eingreiffen der Anker zu urtheilen; d) aus derKenntnifs der herrschenden Seewinde, welche dem Hafen nachtheilig sind, und in derAusmittelung der Höhe, der durch dieselben verursachten gröfsten wellen, um ausder Richtung und Geschwindigkeit des Ebbe - und rluthstromes die Direction, stärke,Länge und Hohe der Meer - und Hafendämme anzugeben. Endlich mufs noch erho-ben werden l) der unterschied zwischen der ordinären rluth und Ebbe. 2) Welchesdiejenigen winde sind, die die mehrsten und höchsten sturmfluthen hervorgebrachthaben, 5 ) Welches die Winde sind, die den Schiffen beym Einlaufen und Auslaufennachtheilig werden. 4 ) Wie hoch die stürmische see gegen die trfer anlaufe. 5)Welches die Benennung, Länge, Breite und Anzahl der den Hafen besuchendenschiffe sey, und wie viel Lasten jede Gattung derselben trägt; wie tief ein Schiffgeht, und welchen Raum es' einnimmt. Nur nach diesen Untersuchungen wird manim Stande seyn, den Entwurf zur Etablirung eines Hafens dergestalt anzuordnen, dafser den Eigenschaften entspricht, nach denen vollkommene Seehäfen angelegt werdensollen, so weit es nur immer das Local gestattet.

Wiewohl ich diese zwey §. §. bereits in der von mir umgearbeiteten veberdchtder rrasserbaukunst des verewigten rrofessors süsch gröfsten riieils vcrgetragen habe,so glaubte ich doch diese meine eigenen werte hier wiederholen zu müssen, weil sienicht nur die vortheile guter Häfen, sondern auch die Untersuchungen, welche denEntwürfen dazu voran gehen sollten, entwickeln; endlich auch eine Einleitung zur Fort-setzung von der im ersten Bande angefangenen Beschreibung der merkwürdigsten Eu-ropäischen Häfen abgibt, zu welcher ich jetzt übergehe.

§. 55 , Beschreibung der rJiede und des imfens zu uavre an der milndung derSeme. t. 59 .

Havre *) war, ■ ehe Holland einen Bestandteil des französischen Reichs ausmach-te, der beste französische Seehafen anrcanal; in Hinsicht des Handels aber der wich-tigste. Zur stationirung einer ausgerüsteten Kriegsflotte kann er freylich nicht wohl

Ehemals' Itiefs diese Stach t ffavrt de Grast, i. 1. tßcTi rranZ dem ersten, der sie im Jahre 15.20 ver»gröfserte, Havre Frnnqois de Grau. . Zu den unglücklichen revolutionären Zeiten, hiefs sie Karre. - asa- :rat, jetzt nennt man sie Havre . Die alte Festung, und vorzüglich die, Vom Haltban erbaute, jetztaber geschleifte Cidatelle b» ist auf der Karte i. 69. pnnctirt.

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