Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
Seite
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Einlaufen der schiffe hat die Natur drey Durchfahrten (pafses) zwischen den Sand-bänken gelassen. Die erste Durchfahrt heifst die nordwestliche Durchfahrt (rafse dun. o. ) weil sie mit Nordwesten parallel ist. Die zweyte Durchfahrt zwischen dersank Eclat und der Fläche les hauts de rade wird die westliche Durchfahrt (rafsede louest) genannt, weil sie westlich auf Havre geht Die dritte zwischen les hautsde la rade und der Bank Ainfard ist die Durchfahrt du hoc; so heifst sie, weil dieschiffe, welche durch sie steuern, um einzulaufen, auf Ze hoc halten müssen. *)

Beym Auslaufen nach Norden müssen die schiffe die erste Durchfahrt passiren; die-jenigen, welche directe in see stechen. Die zweyte und solche, die vor der Land-spitze von sarßeur vorbey segeln, halten die dritte Durchfahrt ein.

3) Wie beschwerlich übrigens das Ein - und Auslaufen der schiffe wegen deruntiefen ist, diefs will ich nur durch ein paar seyspiele beweisen. Wenn z. b.ein schiff von der kleinen Rhede durch die Nordwestliche Durchfahrt einlaufen will, somufs es auf das wachthaus , das auf dem nordwestlichen Einfahrtsdamm vor Havre steht, und auf die weifsen Falaisen bey Honfleur westlich lossteuern. Diesen coursmufs es bis gegen das wachthaus am cap de la Heve (ir) einhalten; dann südlichlaufen, um über einen Grund von Kiesel und Austerschaalen zu kommen, und 20bis 24 rufs Wasser zu haben. Will der Seemann mit der Ebbe auslaufen, und diewestliche Durchfahrt passiren, so mufs er das schlofs orcher mitten zwischen denWindmühlen von perrey auf seinen Rücken lassen , und in dieser Direction ( d. III,t. 5Q.) steuern, bis ihm die Leuchtthürme Nord-Nordost bleiben. Wird der Schif-fer genöthigt, während eines stunnes, in den Hafen von Havre , ohne Lootsen, ein-zulaufen , so mufs er nicht nur auf den windslrich, sondern auch auf die Dauerund Richtung der Fluth achten. Wenn der wind zwischen süd und west bläfst, somufs er die Nachfluth, welche südöstlich läuft, benutzen, um sich vor die Hafen-mündung zu legen; jedoch dem südöstlichen Einfahrtsdamme so nahe als möglich zukommen suchen, weil sonst das einlaufende schiff von dem Widerstrome, welcher längsdem südlichen see - Deiche (nigue denceinte t. 59.) aufläuft, auf den nordwestli-chen Einfahrtsdamm geworfen wird. Bläfst der wind nördlich oder westlich, somufs das schiff daselbst in die Queere gelegt werden, bis die Fluth stille steht, wel-che sonst das schiff in die seine aufwärts treiben würde. Wenn ein Schiff bey har-

*) Die Zeit jeder rluthperiode, in welcher die Schiffe in den trafen von Harre einlaufen können, zeigtfolgende Tabelle :

Die Schiffe gehen, tief

Während den Springflüthen

Wahrend ordinären Fluthen

Französische fuEs

Stunden.

.Minuten.

Secunden.

Stunden.

Minuten,

Secunden*

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2

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1

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12

2

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9

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0 t