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tem west - oder Nordwinde die Mündung der Hafenstrasse passirt bat, so mufs essich südlich treiben lassen, um in solcher Richtung zu kommen, in welcher dasschlofs orcher zwischen le hoc und les xeiges zu liegen kömmt. In dieser nirec-tion steuere es bis gegen das östliche Ende der Stadt fort, wo es sich auf den sand-grund vor Anker legen mufs, um mit der vorebbe, gleich in den Hafen einzulaufen.
Aufser diesen genannten Seezeichen und den Leuchtthürmen hat der Seemannnoch das schlofs Lafsais und einen einzeln stehenden Baum Vhomrne de sois ge-nannt , welche Zeichen auf der südlichen nüste westlich Honßeur stehen. Wennman nämlich von westen nach Norden die Bank Ratier umschiffen will, so mufsman auf das schlofs Lafsais und auf dem komme de sois steuern, alsdann aberden cours östlich und osten zum Süden nehmen, bis man vor Honßeur angelangt ist.
Wer diese Bank Ratier südlich passiren will, der mufs zwar auch auf das schlofs
Lafsais loshalten, aber nur bis dahin, wo das cap von Roque. in der Richtung von -v.
Havre fällt, alsdann steuere der Seemann östlich!
Diese verschiedenen Fahrwasser, welche die Schiffer einzuhalten gezwungen sind,habe ich defswegen in Havre zu erfahren gesucht, und hier angezeigt, weil sie dietiefsten stellen, also auch die Directionen der Ebbe - und Fluthströme bezeichnen, undin Hinsicht des Hafens wichtig sind. Was die beweglichen Sandbänke anbetrifft, sowerden sie von der Fluth und den westlichen winden nach Quilleboeuf zu; von derEbbe so wie von den östlichen winden, meerwärts getrieben. Da aber der Fluth-strom eine gröfsere Geschwindigkeit in allen Querschnitten der Seinemündung hat,als der Ebbestrom, und welches nothwendig der Fall seyn mufs, weil die Sandbän-ke sich vergröfsert haben, und gegen Quilleboeuf aufwärts gewichen sind, und derNordwestwind den Rückwallenden - Strom verstärkt, folglich auch dessen vermögen,womit er den Sand in die seine hinaufrollt, vergröfsert; so werden diese Sandbänkesich oberhalb Honfleur auch gewifs in der Folge erhöhen.
57. Die wesentlichsten Nachtheile des Hafens zu Havre bestehen nun darin,dafs sich l) vor seiner Mündung eine Kieselbank anlegt. 2) Zieht vor derselbender grofse widerstrom vorüber, dessen ich erwähnte. Derselbe führt nicht nur dieKiesel in die nafenmündung hinein, sondern er ist auch ein Hindernifs beym aus-und Einlaufen der schiffe, ja während der Ebbe ist die riefe in der Hafenstrassenicht gröfser als 3 bis 4 schuh, in der That ein wesentlicher Fehler eines, für grofseSchilfe, bestimmten Hafens !
§. 58. Ehe ich indessen zu denjenigen Vorschlägen, welche nöthig sind, um die Ha-fenstrasse zu Havre zu verbessern, übergehe und die übrigen Häfen der obern - Normandie beschreibe, wird es nöthig seyn: von der Natur der Küste dieses Landes *) dieBeobachtungen eines Ingenieurs, welcher mehrere Jahre die Arbeiten zu meppe und
*) Die Cassinische Karte oder eine andere gute Karte toh Frankreich , z. B. die Soumaunsche, wirddas r.ocal nachvreisen,
II. Ed.
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