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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Havre dirigirt hat , zu benutzen. Es ist der verstorbene Inspector tamblardie , zu*letzt Director der Ingenieurschule des Brücken - und Wegebaues zu Paris , der uns einmemorie sur les cotes de la Normandie 17 SQ hinterlassen hat. Dieses Memoire hatmir bey meiner Localuntersuchung dieser nüste (im July 1800 ) zum Leitfaden gedient,und ich habe die Bemerkungen des Verfassers, die er über den Gang der Strandkie-sel (Galets) mittheilt, durchaus bestätigt gefunden. Er beschreibt die nüste zwi-schen den Mündungen der seine und Somme folgendermassen: „Ihre Ausdehnungbeträgt etwa 114000 Toisen, die Häfen, welche an ihr liegen, laufen bey der Ebbefast gänzlich trocken, und die schiffe können also nur zur rluthzeit in sie hinein-laufen. Sie biethet nicht, wie die englische zurücktretende eays und vorstehendeLandspitzen, welche natürliche Häfen formiren, dar, und ist dem herrschenden See-winde, der aus Nordwesten bldfst, blofsgestellt. Diese winde flächen die miste ab,indem sie die wogen dagegen anrollen, und es haben sich nur zwey caps (Landspi-tzen ) nämlich das von Antifer und das von Ailly erhalten können. Bey jeder Buchtoder Bay trennt sich von dem Hauptflulhstrom eine wassermasse, um die Bay auszu-füllen , sie ist also der Ausdehnung von dieser proportional. Diese wassermasse be-schreibt in ihrer Bewegung eine mit dem Hauptstrom schiefe Richtung, und trift da-her die miste erst jenseits der Mündung der Bay, in welcher also das fluthende ivieerin einer dem Hauptfluth - ström fast entgegengesetzten Richtung cintritt, Auf dieseweise entsteht also in jeder Bay ein grofscr Widerstrom. Der mistenpunct, gegenwelchen der ström zuerst anläuft, und die Linie, welche denselben von dem Haupt«rluthstrom trennt (die Franzosen nennen Sie Lime oder Rodaine), sind desto weitervon der Mündung der Bay entfernt: je nachdem diese und der Abhang desjenigen Stro-mes, welcher sie ausfüllen mufs, grofs ist.“

§. 58. Werden diese Grundsätze auf die Bildung des cap Antifer (Tab. 5Q.) an-gewendet, so ist es gewifs, dafs die rluthmasse, nachdem sie vor das cap von sar-ßeur aufgerollt ist, die seinemüudung, welche eine grofse Bay förmirt, anfänglichvorbeystreicht, und solche erst nach und nach ausfüllt. Es trennt sich also seitwärtsvon der aufwallenden rluthmasse des canals ein Strom, der in die seine aufläuft.Dessen Geschwindigkeit ist also nicht nur von der Geschwindigkeit das naupt-Fluth-Stromes, sondern auch von der Neigung,, welche zwischen der Hohe des Meeres undder seine statt findet, wie auch von der Gröfse des t-lufsstromes der seine, abhängig.Auf diese weise wird die Geschwindigkeit der Fluth vor dem cap Antifer geschwächt;es hat daher diesem geringen Fluthstrom widerstehen können. Das cap Ailly hat sei-ne Existenz andern Ursachen zu verdanken. Ehemals lief es weiter in das Meer hin-ein, die wogen haben aber die ird - und Mergelmassen, welche in eine perpendicu-läre wand am Meer sich enden, aufgelöfst, und die Feuersteinlagen, welche in diesenMassen sich befanden, sind gröfstentheils durch das Abstürzen in kleinere Massen ver-wandelt, die sich aufeinander abgeschliffen haben. Auf diese weise sind sie zu