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stranlMesel (Galets) gebildet worden, und nach und nach von den nordwestlichenwogen längs der Küste hingerollt. Die auf den Strand gestürzten Massen von Sand-stein, so wie die grofsen Feuersteinmassen, sind in einer schiefen Fläche liegen ge-blieben, welche die gegen das seeufer anlaufenden wellen durehschneidet, folglichschwächt, und ihre Gewalt dergestalt mäfsigte, dafs sie das cap von Ailly, auf wel-ches im Jahre 1773 ein neuchtthurm errichtet worden ist, nicht lebhaft angreifenund zerstören können.
$. 5Q. Die Bildung der Strandkiesel längs der Normandie geschieht so : DieseKüste besteht nämlich aus Falaisen , das sind Mergel und Kreidebänke, in denensich 30 und mehrere drey bis acht zoll dünne horizontale Lagen von solchen Feuer-steinen, welche unregelmäfsige und eckige Oberflächen haben, befinden. Diese Fa-laisen stehen etwa 200 Fufs über die Meeresfläche empor. Hier bilden sie verticalewände, dort überhängende Massen, deren Basis bereits aufgelöfst und weggespültist. Die Feuersteinlagen trennen sich alsdann bey dem Einsturz der Falaisen, undfallen auf den strand in einzelne Klumpen. Jetzt werden sie von den wogen über-einander hingerollt, verlieren ihre eckige Gestalt, nehmen eine Spheroidische an, undheissen dann Strandkiesel (Galets). Sie sind gewöhnlich 1 bis 6 zoll lang und dick,haben allerhand Farben; ja sie sind weifslich, schwärzlich, grünlich und bläulich.Dasjenige, was sie von ihrer Gröfse durch gewaltsames, bey hohen seestürmen er-folgtes Gegeneinanderstossen verlieren, ist sand. Diese Strandkiesel und die aufge-löfsten Mergellagen sind es, welche die Häfen längs der uüste anfüllen, und von je-nen lagert sich eine Menge in den Hafenstrassen, von diesen der angeschwemmte Theilin den Bafsins. Gegen beyde ist man also genöthigt, kostbare Kunstmittel, von de-nen ich nachher handeln will, anzuwenden. Solche sind in allen Häfen der Norman-die nöthig, weil die durch die Hafenstrassen sich in das Meer einmündenden Flüssenicht hinreichende Masse und Geschwindigkeit haben, um die Kiesel vor der Hafen-mündung und aus der Hafenstyasse, so wie den Mergelschlamm aus den Bafsins, fort-zuwälzen und fortzuschwemmen.
Es ist aber nicht nur das Meer, welches diese Falaisen einstürzt, sondern auchdasjenige wasser, so in denen zu Tage gehenden Schluchten der Falaisen einläuft; undder Frost, welcher die Lagen von Kiesel sprengt, sobald das in den spalten eingelau-fene Schnee - und Regenwasser friert. Längs der ganzen Küste entdeckt man nochdie ueberreste der ehemaligen Falaisen *), und wie schaudervoll ist nicht der Anblickderselben, wenn man bedenkt, dafs die Natur ihre zerstörenden Kräfte an diesen Fa-laisen fortdauernd ausüben und das Land der See weichen wird !
Auch die gegenüberliegende englische Küste besteht, wie die französische au»Falaisen, nur dafs sie dem Einsturze nicht ausgesetzt ist, weil der herrschende See-wind nicht auf dieselbe steht, mithin die Seebrandungen ihren Fufs nicht mit zer-
*) Im Mittel haben diese ueberreste eine streite von 160 toisen,
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