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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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ausdehnen, mithin, wenn diesen ihr massiver Fufs nicht der Fluth gleich liegt, wider -siröme erzeugen. Ein gleiches gilt in Rücksicht der schleuse perrey l. 3. 4. Ist nunendlich jetzt keine Klage von den Schiffern über die wellen, welche in die Hafen-strasse auflaufen, geführt worden, welches der Fall ist , so dürfte es rathsam seyn :die vorgeschlagenen durchsichtigen werke nicht ausführen zu lassen. Eben so wenigwürde ich zu denen, welche bey w im Hafen selbst angelegt werden sollen, rathen,weil sie ja den Hafenraum einschränken, und eine unregelmäfsigkeit, also widerstro-me und Bodensatz erzeugen. Defswegen hat man bey b eine schiefe Fläche angelegt,worüber die wellen fallen. Es müssen also die im Vorhafen steigenden wellen anHohe abnehmen, sobald sie sich zum Theil über diese letztere schiefe Fläche ausdehnen.

§. 64 . Die neuesten Verbesserungen des Hafens zu Havre bestehen vorzüglichaus folgenden Anlagen und Bauwerken, deren zweck ich gleich mit angeben will, l)Nachdem die Ingenieurs erwogen hatten, dafs die Leitung des Flusses Lezarde mittelsteines canals zu einem Spiihlbusen, nicht zweckmäfsig sey, so beschlossen sie, diespiihlschleusen, welche die Kieselbänke von der Mündung des Hafens fortspiihlen soll-ten, näher an dieser Mündung zu legen, und diejenigen, welche den schlämm ausdem Hafen fortspühlen sollte, dergestalt zuplaciren, damit das aus ihr stürzende Was-ser der Direction des Hafens folgte. *) Zu diesem zwecke legten sie die schleuse lanarre an, zu jenen projectirten sie die schleuse bey /. Jene schleuse war i. Jahr 1800beynahe vollendet, diese aber noch nicht angefangen. Die schleuse la Barre dient mit-telst der grofsen Durchfahrt zur pafsage für die Schiffe und mit den Seitenöffnungen,welche durch rallthore verschlossen werden, zum spiihlen. Sie hält also das Bassin dela Barre zu einer zum spühlen und zur stationirung der schiffe nöthigen Hohe. 2)Soll in dieses Bassin auch das Binnenwasser des canals von Harfleur eingelassen wer-den , so wird eine bey y anzulegende schleuse dieses zulassen. An der Aushebungdes Bassins wurde im July 1800, als ich den Hafen untersuchte, gearbeitet, und derTheil c d des Kays war fundirt, aber noch nicht vollendet. Ueber die schleuse de laBarre wird eine von dem jetzigen Ingenieur en chef la paire erfundene Drehbrückeangelegt. Der Thätigkeit und den Kenntnissen dieses Ingenieurs haben auch die neue-sten Anlagen von Havre ihre vortreffliche Ausführung zu verdanken. 3 ) Das Bafsin4 Ingouville , ou le Bafsin du commerce, ist bestimmt, um die Kauffahrer aufzuneh-

*) Die Stoffe oder Materialien, welche dem Hafen von Havre verstopfen, und die Bassins erhöhen, rsinddreyerley : erstlich ist es der Strandkiesel, zvveytens Sand, den die Fluth in den Hafen hineinfuhrt,und endlich ist es der Schlamm oder Schlick, detr entweder das Meer von den ralaisen abspuhlr, oderwelcher von der Mischung des süssen Binnenwassers mit dem Meerwasser entbunden wird. Die Mas-se dieses Schlammes ist sehr beträchtlich, denn die neuen Bassins sind darin gegraben, und Havreliegt zum Theil auf Schlick - und Thonschicliten, Dieser Anschlämmung wegen sah man sich genö-thigt, Baggermaschinen und Spühlschleusen anzulegen. So hat z, b. der Ingenieur Castain einen Flofsoder Ponton erfunden, um diesen Hafen rein zu halten. Dergleichen Vorrichtungen kosten aber vielUnterhaltung und sind von keinem sonderlichen Effect, gegen die zweckmäfsig angelegten Spiihlschleusen.