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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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men, defswegen mufs es eine hinreichende wasserhöhe haben. Um darin das Wasserzu einer Hohe von 21 Fufs, bey der ordinären Fluth zu halten, waren zwey schleu-sen nöthig : die eine zwischen dem Bassin de la Barre bey u, Josephine - schleuse ge-nannt, w 7 enn mit der schleuse de la Barre gespühlt wird, und die andere Schleuseheifst rerbindungsschleu.se (ecluse de la communication t. 6p. 70. und 71-)* welcheman verschliefst, während die schleuse r des alten Bafsins geöffnet wird. Die ver-bindungs - schleuse war schon 1800 vollendet, die Josephine - schleuse war noch nichtangefangen, aber sie ist jetzt auch vollendet. Sie ist 42 schuh weit, wie die ver-bindungsschleuse und hat vom ober - bis zum unterhaupte eine Lange von 102 Fufs.Auch war 1800 das Bassin d’ Jngouville nur zu § ausgehoben, weil die Josephin-schleuse erst aufgebauet seyn mufste, bevor dasselbe vollkommen ausgegraben wer-den konnte. Ueber die verbindungs - schleuse liegt die vom Lamblardie erfundeneAufwindbrücke (pont ä sascule), welche anderswo beschrieben werden wird *). IhreBewegung habe ich mit vergnügen beobachtet. 4) Das Alte - Bassin (vieux Bassin)wird mittelst der von vauban angelegten schleuse r zu einer für die Kauffahrthey-schiffe nöthigen wasserhöhe hoch genug erhalten. 5) Die nafenstrasse wird mittelstdreyer spühlschleusen gereinigt werden, nämlich durch die bey J. anzulegenden spühl-schleuse und die schleuse verrey bey l, welche drey oeffnungen, jede von sechsFufs hat, und endlich durch die schleuse la Barre mit zwey darin angebrachten Ne-benöffnungen, wovon jede 4 metres weit ist. Also wird die spiihlung der Hafenstras-se vortrefflich seyn: denn die unterste schleuse J. wird selbst von der projectirten Ha-fenmündung nicht Q00 Fufs entfernt liegen, und ihr spühlbusen oder das Bassin vonFloride, welches bey den ordinären Fluthen 54000 cubikklafter wasser hält, ist hin-reichend grofs! In einer solchen Entfernung können nun die spühlschleusen, wennder spühlbusen grofs genug ist, einen guten Effect auf die runden Strandkiesel, wel-che eben wegen ihrer Gestalt leicht beweglich sind, leisten, welches wir an denschleusen von Treport (t. Ö2.) sehen; wiewohl dabey der ungünstige Fall eintritt,dafs vor ihnen der Hafen liegt, in welchem sich die aus dieser schleuse stürzende■wassermasse ausdehnt; also an ihrer Geschwindigkeit in der Hafenstrasse sehr verliert.Um wieviel stärker mufs aber nicht der Effect dieser spühlschleusen bey Havre seyn,wo ein solcher ungünstiger umstand niaht eintritt? Der Effect solcher schleusen hängtindessen vorzüglich von einem grofsen spühlbusen ah. Ein solcher ist nun in denBassin von la Floride angelegt, der eine Oberfläche von 12Ö00 Quadrat - roisen mifst,Bey der ordinären Fluth wird in ihm das wasser 20 Fufs hoch stehen.

§. 65. Havre ist also für den Ingenieur einer der lehrreichsten Seehäfen. Hierfinden wir die Kunst in hoher Vollkommenheit angewendet, nicht nur in Hinsicht derDistribution aller werke, sondern auch der Ausführung. Die Mauern, die schleusen

) Ich besitz „> von dieser r, ficke ein sauber gearbeitetes Modell als ein Geschenk von der Ingenieurschuledes Brucken - und Wegebaues zu Paris .