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dieser Strasse, zwischen c b, hätte mittelst der spühlschleuse a gereinigt werden kön-nen. Es war nämlich zwischen dem Drempel dieser schleuse und dem der ehemaligenschleuse c ein Abhang von sieben schuh gewesen; also mufste das Wasser eine be-trächtliche und reissende Strömung erlangen. Es ist daher zu bedauern, dafs beyc oder in der Gegend, mitten in der Hafenstrasse, nicht wieder eine Kammer - undSpühlschleuse angelegt ist, und dafs die Idee des Fortifications - Directors de la Fond,nach welcher dort eine schleuse zu entbehren sey, befolgt wurde. Also wurde dieschleuse b angelegt, die in a wieder hergestellt, und der Hafenstrasse gab man dieBreite von 35 Toisen. Diese wurde von den KÖnigl. Truppen ausgegraben, die auchdie Dämme, welche von der Schleuse a auf eine Länge von 500 Toisen, acht Fufsüber die Fluth, meerwärts aber unter derselben liegen. Die schleusen werde ich beymschleusenbau näher kennen lernen, und ich bemerke nur noch: dafs der Eingang indie Hafenstrasse weniger schwierig, als der bey dem Hafen von Dünkirchen und Ca-lais ist; dafs also der Hafen von Gravelins die Aufmerksamkeit der Regierung ver-dient, um so mehr, da man ihn durch Aufführung zweckmäfsiger Hafendämme undeiner Kammer - und spühlschleuse in seiner Hafenstrasse, zu einem guten Kauffahr-theyhafen machen kann.
§. 77. Beschreibung des Hafens und der rrerke von Dünkirchen t. 63. Dün-kirchen hat so viele politische stürme bestanden, dafs ich ihn mit einer gewissenunmuthigea Stimmung im Jahre 1800 gesehen habe. Wo sind die grofsen Forts,welche ihn vor 1717 vertheidigten ? wo die Einfahrtsdämme, die mit solchem Auf-wande von Geld und Arbeit angelegt wurden ? wo findet man den Reichthum, derhier aufgehäuft war? Die Eifersucht zweyer Nationen, welche noch jetzt in Europa wüthet, und die ganze Geschlechter dem Tode, dem Unglück und der Schmach op-ferte, hat diese werke zerstört und den Reichthum der DÜnkircher aufgezehrt!
Dünkirchen , welches selidor die schule der Wasserbaukunst nennt, bedarf nochgegenwärtig eben so sehr von dieser Wissenschaft Hülfe als die übrigen französischen Häfen am canal oder der Nordsee — gelegen. Ich will daher die alten und neuenBauwerke in der Kurze beschreiben, und auch von ihnen einige nützliche Vorschrif-ten ableiten, deren der rractiker nie zu viele sammeln kann. Auf welche weise derHandel zu Dünkirchen empor kam; wie im Anfang des vorigen Jahrhunderts die Fe-stung beschaffen war, und vertheidigt werden konnte, sehen wir aus der umständ-lichen Beschreibung, welche Belidor in seiner Wasserbaukunst im 2ten t heile gelie-fert hat, und auf welchen ich, dieser Gegenstände wegen, verweise.
Der ehemalige zustand der hydrotechnischen werke verdient unsere ganze Auf-merksamkeit, und wir dürfen ihn also nicht übergehen. Die nautische Lage vonDünkirchen ist ohne Anwendung kostbarer Kunstmittel, nicht vortheilhaft. Die fla-chen und beweglichen Sandbänke gewähren den Schiffen keine sichere Rhede , alsoist der Hafen für eine Kriegsflotte nicht geeignet, es sey dann, dafs derselbe dergestalt