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Hafen eine
spühlschleuse angelegt worden,
aber ihre Lage ist darin nicht genau
angegeben.
§. 76. Der nafen von Gravelins t. 62, welcher nicht nur von dem Aa- Flus-se, sondern auch von der zwischen den Hafendämmen eingeleiteten Fluth gebildetwird, war 1800 sehr verschlammt, wiewohl er zwey grosse schleusen a und b hat,die ihn durch die spühlung rein halten sollen. Die aus Faschinenwerken bestehen-den Einfährtdämme, befinden sich in schlechtem zustande, denn sie sind weder sorg-fältig construirt, noch hinlänglich mit steinen gedeckt, ja die grofsen pfähle stehendaraus hervor, und die Verbindung der Buschlogen fehlt.
Die Hafenstrasse hat eine Richtung von südost nach Nordwest und eine Längevon 1750 Toisen. Dieser beträchtlichen Länge wegen habe ich sie nicht vollständigauf x, 62. zeichnen können. Zuerst wurde sie unter dem Könige von Spanien Phi-lipp III im Anfänge des xvii. Jahrhunderts angelegt, und man bauete damals zweyschleusen, die eine in a, um den ^a-Flufs zur schiffbaren Höhe zu halten. Vau-ban hat sie mit einem Drehthor versehen, also zur spühlung eingerichtet. Die an-dere war in der nafenstrasse selbst, bey dem ehemaligen Fort Philipp, etwa bey c,angelegt, und diente zur spühlung des untern -rheils dieser strafse. Da sie einenicht zu lange Bahn rein zu halten hatte, so war sie trefflich situirt. Die Franzo-sen , welche auf die Lage von Gravelins eifersüchtig waren, suchten ihre kleinlichenAbsichten in der Zerstörung dieser werke zu befriedigen und es gereicht dem staafs-klugen Richelieu nicht zum Ruhm, dafs er dieselbe während des Krieges mit Spanien ,bewerkstelligen liefs. Diese Maafsregel wurde auch selbst für Frankreich nachtheilig,denn Gravelins kam durch den pyrenäischen Frieden i. J. 1Ö5Q unter sein Gebiet. DerAa - Flufs schlängelte sich nun mühsam ins Meer, und dessen Auswässerung war fürdie niedrigen Districte, die in der Gegend liegen, in den verderblichsten zustandgerathen. Indessen unterliefs die Regierung alle Arbeiten um die Hafenstrasse undschleusen wieder herzustellen, gleichsam als wenn sie die Zerstörung rechtfertigenwollte, bis sie endlich i. I. 1733. die Herstellung des Hafens befahl.
Die Ingenieurs, welche die plane einreichten , theilten sich indefs in zwey par-theyen: die eine parthey wollte eine grofse schleuse auf derjenigen stelle bey c an-legen, wo die alte gestanden hatte; die andere wollte sie aber .in den Festungswer-ken hey b angelegt wissen. Nach jener ihrem vorschlage sollte sie zur Aufstauungdes Wassers in dem obern Theile der Hafenstrasse dienen, also einen spühlbusen undBassin formiren; nach dieser ihrer Meynung sollte sie vorzüglich zur vertheidigungdes Platzes: also zu einer künstlichen Inondation gebraucht werden, und dann alsNebenzweck zum spiihlen der .Hafenstrasse.
Dafs der erste Vorschlag für die Reinigung der Hafenstrasse, also auch für dieSchifffahrt von besserm Effect, wie der letztere gewesen seyn würde, ist wohl gewifs;denn die zu spühlende Hafenstrasse wäre weit kürzer geworden, und der obere iheil
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