pfahlhöftern (pfähl an pfähl) die gekrümmt und mit Planken bedeckt sind. Die Schleu-sen, die ich bey Darstellung der Auswässerung von rriefsland erwähnen werde, dienenauch zur Aufstauung des Wassers im Bassin oder canal.
Der Hafen zu jrorkum wird von z\vey von steinen aufgeschütteten Hafendämmengebildet; um denselben zu spiihlen, ist die -daselbst zur Entwässerung dienendeschleuse auch zugleich eine spühlschleuse.
Zu mndelopen hat der kleine, vor der schleuse liegende Und von zweyen Dei-chen — deren Fufs und Böschung mit steinrevettements versehen ist — gesicherte Hafen,nichts Merkwürdiges für den Ingenieur.
Der aus pfahlhöftem bestehende stavernsche Hafen hat eine unvortheilhafte Mün-dung. Anfänglich war sie mehr nördlich und die wellen schlugen stark gegen dieschleuse. Jetzt liegt das südliche söft in einem aogen, dessen concave beym Einse-geln der schiffe nicht vortheilhaft ist.
$. 98 . Beschreibung des Hafens coppenhagen rab. 63. Coppenhagen ist, in Hin-sicht der Distribution seiner Innern-Häfen, canäle, werfte, werkstätte, Magazine undder Rhede , als ein Muster zu einem guten Hafen-Local aufzustellen: eine Voraussetzung,die hoffentlich von dieser Beschreibung gerechtfertigt werden wird *). Der Kriegshafen,welcher doppelt so grofs als der Hafen und das Bassin von Dünkirchen ist, liegt gegenSeebrandungen vollkommen sicher und steht, mittelst der Einfahrt, mit der Rhede inVerbindung. Daran liegen werfte und werkstätte aller Art, wie ich noch näher anzeigenwerde. Von dem Kauffardeyhafen ist er mittelst einer Flofsbrücko 5. 6. -abgeschlossen.
Der gesammte Hafenbezirk war ehemals nur für Kauffardeyschiffe bestimmt, da-her auch der dänische Name — nioebenhavn, das ist Kauffardeyhafen. — Jetzt erstrecktsich aber der Kauffardeyhafen noch weit und geht bis zur Brücke Ä, so dafs er einerder gröfsten Häfen ist, die eine Seestadt aufweisen kann. Von der Rhede ist er mit-telst der Bebrixckung zb getrennt, welche den hohen wellen das Einrollen versagt,aber dennoch eine wassercommunication zuläfst; der Eingang kann mit wasserbäumenverschlossen werden.
In dem Hafenbezirk sind nun vorzüglich merkwürdig: l 0. Der neue-uolm, wel-ches eine künstliche und mit Kays versehene Insel ist, worauf Gebäude, die die Mo-delle und Zeichnungen zu den Kriegsschiffen enthalten, liegen; ferner treffen wir dar-auf die Kielplätze m und l, die schiffsbausehule, ein Magazin voller schiffsbau-uten-silien, einen schoppen für Schaluppen, einen grofsen Krahnen und das Gebäude, worinder König zuweilen sich aufhält, wenn ein Kriegsschiff von Stapel läuft. An dieserInsel der werfte stöfst die kleine Insel c , worauf die schiffsanker liegen. Auf derInsel n, genannt Langenoern, steht das Takellage-Gebäude und darauf liegen auch
Zi* den Hiilfsmitteln, deren ich mich zu dieser Beschreibung bediene, zähle ich vorzüglich Lange’« Be-schreibung von coppenhagen, die sehr genau ist.