Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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im Stande ein einziges Fallschütz zu öffnen, obgleich 40 Mann mit Flaschenzügenongestellt wurden und alle Kräfte anstrengten« Nachdem dieser versuch nicht geglücktwar, so machte man die walzen von Eisen, vergröfserte die rmthen der rallschützeund machte endlich das Aufziehn möglich. Hätte man die Fallschütze mittelst schrau-ben aufgezogen und die Nuthen gleich anfänglich nicht zu klein gemacht, so würdedie Aufziehung nie erschwert worden seyn. Da man nun mit den kleinen spühl-schleusen gleich anfänglich den werthen Herrn committirten die spühlung nicht ad ho-nainem beweisen konnte, so wurden die schütze der mittlern grofsen schleuse vii. mitfirdwinden aufgezogen. Ein umstand der es heweifst, dafs man die Einrichtung, Thori,n xhor rächt kannte l Aus dieser schleuse stürzte nun das wasser mit Macht hin-durch und rifs die Kreidefelsen aus dem nafengrund; ja, es führte stücke von 300l>is 400 pfund schwer, 60 bis 70 Fufs weit vom ihrer stelle, und noch 300 Fufsvor der Hafenmündung war der spühlstrom sichtbar. Hätte man also den smeaton-schen plan befolgt, und zwey gute Bassins, angelegt, so hätte man das eine mit demWasser des andern spühlen können. Drey, schleusen, jede von 24 bis 30 Fufs oeff-nung würden dann den Hafen vollkommen rein gehalten haben: denn drey grofseSpühlströme würden nicht so viel Wirbel und widerströme, also keine Stöhrung deraustiefenden Kraft des Stromes in dem Hafen, verursacht haben, als die vielen schleu-sen hervorbrachten. Die zwo Neben - spühlschleusen, welche man in 2 und 5 placirt,und deren Kammer man auf die Mündung des ; Hafens gerichtet hätte, so wie einedritte schleuse bey vn, würden den genugthuensten Effect, bey der hier 14 Fufs stei-genden vluth, hervorgebracht haben. Nie werden auch mehreren kleine spühlschleu-sen den Effect hervorbringen, als eine grofse schleuse, deren oeffnung den oeffnun-gen der kleinen schleusen gleich ist; diefs ist so einleuchtend, dafs es keines Bewei-ses bedarf.

Nachdem man die Probeschleusung gemacht halte, so waren die schleusenmauerasehr beschädigt, und jetzt erst war man genöthigt, dasjenige anzuordnen, was mangleich anfänglich hätte anordnen sollen, nämlich tüchtige sturzbetten; aber geradenicht von Mauerwerk, das hier gewählt wurde; sondern von Faschinenba umit Verzäu-nungen und grofsen Steinen dazwischen, wie man sich dessen bey der slykerschleuse undmehreren schleusen mit vortheil bedient hat. Indessen hatten doch die spühlschleu-sen den Hafen um sechs schuh vertieft, so dafs 10 bis 11 Fufs tiefgehende schiffe,bey ordinairer Fluth, in das Bassin durch die schleuse vn., einlaufen konnten, alszuvor im J. 1783. diese schleuse stemmtnore erhalten hatte. Um das Ausstürzen desSpiihlstromes durch die schleusen zu erleichtern, wurden die Seitenwände' der schleu-sen in jenem Jahr abgerundet; und den F.ffect des spiihlstromes zu verstärken, machteman 1784 Gerinne vor den schleusen voraus, wie sie in der Zeichnung durch stricheangedeutet sind. Während man beschäftigt war die schleusen nach und nach durchkostbare versuche und Abänderungen zur Brauchbarkeit zu bringen , wurden die