75
Bassin zu gebrauchen. Alsdann könnte auch die Bastion ikl wegbleiben, und stattderen eine Mauer aufgeführt werden. Diese wird für das Bassin q und den wasserbezirkn eine vergröfserung zulassen, welche gewifs wünschenswerth ist. 3) Wenn gespühltwird, so müfste das durch die schleuse s strömende wasser auf die Hafenwand Icstürzen. Da es aber da keinen directen weg findet; so wird es in dem Hafen selbsteinen Wirbelstrom verursachen, welcher nicht nur den schiffen nachtheilig seyn wird,sondern der auch in dem Hafen Material deponiren, ja! das Auslaufen der Schiffe undden verkehr erschweren müfste. Auch würde gewifs dieser widerstrom die Hafenwändezu unterhöhlen trachten. Also wird es zweckmäfsig seyn: dem spühlstrom einen un-gehinderten Abflufs ins Meer zu verschaffen, und dazu würde nun ein Aquäduct, derin l punctirt ist, dienen. Dessen rrofil müfste das Profil des durch die schleuse sströmenden Wassers um etwas an Gröfse übertreffen. Meerwärts könnte es doppeltso grofs seyn, um den Abflufs während der Ebbe, wenn eigentlich gespühlt wird, zubefördern. Ist die Spiihlung geschehen, so mag der Aquäduct mit einem Aufziehschützverschlossen werden, um durch zwo ströme *) im Hafen nicht Wirbel zu veranlassen.
$. 107. Beschreibung des Hafens von st. malo Tab. Ö2.
So vortheilhaft auch s. Malo — auf der Insel st Aaron — für den Handel und diecaperey gelegen ist, so wenig lafst sich daselbst ein grofses Hafen-Etablissement hof-fen; weil der vier Meilen weit ausgedehnte Strand täglich bey der Ebbe sichtbar wird,und bey der Fluth, die 36 Fufs steigt, verschwindet. Bey der Ebbe liegen daher dieschiffe auf den sandigten Strand auf, und diefs macht also die Fahrt, so wie das Aus-laufen der schiffe unsicher! Auch ist die Einfahrt in dieser Bucht von einer Menge Fels-riefen und von Sandbänken gefährdet. Südlich servan finden indessen die schiffe in demFlusse Rance , in einer Bucht, selbst während der Ebbe, Tiefe genug und eine ziemlichgute Rhede . Dieser rlufs bietet weiter hinauf noch einige sichere Ankerplätze dar.Von diesem Local hat Herr mibois besser als die Regierung zu profitiren gewufst, wel-ches ihm viel Ehre und vortheil bringt, und er ist ein abermahliger Beweis, was thä-tige Männer thun können, wenn sie nur nicht von den Regierungen gehemmt werden.Er hat eine stunde von st. Malo in einer concave des Flusses, eine Verdammung unddamit einen Hafen gemacht. Hinter derselben hat er ein Bassin mit einem stemm-thor, welches während der Ebbe das wasser im Bassin zur Fluthhöhe erhält, angelegtund dieser Hafen heifst: ne Port de Mont- Marin.
Der Herr Dubois hat hier die nöthigsten Magazine und werkstätte zum Schiffbauauch eine gute seilspinnerey etablirt.
Diesen Hafen könnte die Regierung zu einem Kriegshafen umschaffen, welches,einleuchtet , wenn man dasjenige , was der ehemalige Minister des Seewesens h. For-
) Der eine Strom, welcher in die Mündung des Hafens, und der andere, welcher durch den Aquäduct
einläuft
II. Bd.
10