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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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heute Ausdehnung hat. Nach dem urtheil der Seefahrer ist indessen das Einlaufen indiese Bay, während der Ebbe, gefährlich, und es dürfte schon dieses umslandes wegendie Anlage eines Hafens nicht rathsam seyn; zumahl da auf Cherbourg schon so grofseSummen verwendet sind, und noch verwendet werden sollen.

106. Beschreibung des Hafens von Granville und das rroje'ct zu dessen rer -besserung t. 62.

Lägen die Felsen von Loup nicht vor der Rhede von Granville , so hätte der Hafeneine sehr vortheilhafte Lage. Ehemals war diese Rhede , welche vor dem südlichenvfer ist, ganz offen und unsicher, jetzt ist davor der weerdam oqr, von steinenaufgeworfen. Die auf der Rhede stationirten schiffe, wurden auch von dem rluthstrom,der auf der Küste mit beträchtlicher Geschwindigkeit anläuft, gefährdet *). Diesenhede zu decken führte man den besagten Meerdamm auf; aber die auf demselbenprojectirte Bastion 0 p ist noch nicht angefangen, indessen bildet doch dieser Meer-damm eine grofse Batterie.

Zur -Verbesserung des Hafens sind folgende Vorschläge gemacht worden : Essollte bey p der eigentliche Hafen und bey q das Bassin etablirt, und beyde mittelseiner Kammerschleuse s getrennt werden. Zu dem Ende sollten von a nach b c undvon d nach e g l m steindämme und Brustwehren darauf errichtet werden. Die Mauerikl sollte den spühlbusen e von dem Bassin q absondern. In den spühlbusen nsollte die Fluth oder auch der rlufs Bosq eingelassen werden. Bey g und / wollteman zwo spühlschleusen placiren, und alsdann würde, bey der Spühlung des Bassinsq, der Hafen zugleich gereiniget worden seyn.

Statt dieses Entwurfes ist ein Hafendamm p von Steinen aufgeschüttet, hinterwelchen die schiffe einigen schütz haben.

Wäre der projectirte Hafen d ausgeführt, so würden die schiffe mit der Fluthin die östliche Durchfahrt cZk; durch die westliche oc aber mit der Ebbe, einlaufen.

Bey diesem Entwürfe finde ich folgende Bemerkungen zu machen: l) Da dieFlüsse Schlamm und Material aller Art mit sich führen, so ist es nicht rathsam, denFlufs Bosq in den spühlbusen n einzumünden, sondern es ist besser, ihn mittels einesAqueducts oder offenen Canals seitwärts längs dem ufer in den Hafen p d einzuleiten,woraus das Material mit dem spiihlstrom, der aus dem spühlbusen n und dem Bassinq kommt, fortgeschwemmt werden kann. Der Spühlbusen kann übrigens mit demFluthstrom gefüllt werden. 2) Wird es besser seyn, eine grofse spiihlschleuse bey /anzülegen, als zwey kleine, weil ein doppelt so grofser spühlstrom aus einer oeffnungein gröfseres vermögen hat, als zwey kleine spiihlströme, welche die wassermengedes grofsen ausmachen. Auch könnte diese schleuse zugleich zum Durchlässen der«chiffe eingerichtet werden, um den spühlbusen n, im Fall es nöthig wäre, zum

*) Die steigt hier zu Aeguinoctklzeitea 3 o ruf* lioch.