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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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und östlich mit dem Hafendamme geschützt ist, anzulangen. Wenn der innere Theildes Hafens in ein Bassin verwandelt würde, so könnte er fiir Kauffahrer bequem seyn;und wenn ich nicht irre, so hat ihn die Regierung hiezu bestimmt. Von diesem iia-fen fahrt man durch den rertuis von Breton zwischen der Insel Re und der Küste vonvoitou und gelangt dann zu dem Hafen von

$.113. La Rochelle t. 62 . Dieser Hafen ist zwar nicht, grofs, aber sicher. DieKunst hat viel daran gethan, wie wir bey der Beschreibung seiner Hafendämme sehenwerden. Man hat nämlich die Hafenwände abgh und cde im Jahre 1740 sehr dau-erhaft aufgeführt. Sie haben eine ränge von 740 Toisen. Merkwürdig ist die Brückeee, die ich noch erwähnen werde. Sie formirt nämlich einen clairvoie, und d bildetden wasserbezirk, worin die wellen durch die Brücke fallen, welche daher die wel-len in der nafenstrafse mäfsigt. Wahrscheinlich hat sie den französischen Ingenieurs,üen guten Effect der clair-voies, mit einer Wasserfläche dahinter, zuerst gezeigt.

Von la Rochelle nach Rochefort passirt der Seemann die Rhede cosques, woriner 6 bis 9 raden wasser findet. Zwischen den Inseln d’oleron und &ix verfolgt erdas Fahrwasser nach.

$. 114. Rochefort, t. 62 ., welches am rechtseitigen ufer der Charente liegt.Es ist ohnstreitig nach Brest der wichtigste französische Kriegshafen am ocean. Schadedafs er zu weit stromauf angelegt ist. Das Bett der charente wird nämlich von zeitzu zeit höher, und aus ihrem Theil, der den Hafen formirt, mufs der Schlamm un-aufhörlich ausgehaggert werden. Dieser Anschlämmung wegen können die Schiffe erstauf der vor la Rochelle liegenden Insel Rhe *), bis wohin man sie zwischen den In-seln Aix, d’Enet und der Küste, ehe sie auf die Rhede (des Basques) gelangen, über denSchlamm Grund schleppt, armirt werden. Die Rocheforter Etablissements zur construc-tion und Ausrüstung einer Flotte sind vortrefflich! Freylich nicht so die grofsen schiffs-docken a, welche noch beschrieben werden. Wenn nämlich ein schiff daraus gelassenwird, mufs man erst den Schlamm vor den Dockenthoren wegfördern. Eine anderegleichfalls mangelhafte Docke liegt noch an dem nördlichen Ende. Dagegen sind aberdie Kielplätze f gut eingerichtet und gleich wie die Docken bedacht. Auch sind dieMagazine d, so wie die 1 2QÖ Fufs lange, von ßlondel auf einem blofsen schwellrosterbaut seilspinnerey c; und das sclavenhaus e, gut situirt und fest erbauet. DasHospflal b liegt vor der Stadt, welche tage gut gewählt wurde, da die mit Morästenangefüllte Gegend feucht und ungesund ist. In neuern Zeiten sind viele tiefe wässe-rigte Bezirke, um Rochefort, ausgetrocknet worden, wodurch man die tage verbes-sert hat.

Wiewohl die dortige Einrichtung für den Schiffsbau sehr vortheilhaft ist, und derHafen zwanzig Linienschiffe fassen kann, so war doch selbst vor dem Kriege, zu kei-

*) Diese Insel wird von den rorts nee, Samblanceau und Martay vertheidigt, welche eine gute mit vie-ler Einsicht gewühlte rage haben.