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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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ner zeit eine solche Anzahl Schiffe stationirt. Vertheidigt wird Rochefbrt von demFort, welches auf der Insel Aix liegt, ferner von den Forts Aiquille , fouras de lapointe und vergeron.

$. 115. Beschreibung des nafens Bordeaux, t. 62 .

Der Garonneflufs hat das mit allen solchen Flüssen, welche der hydrotechnischencorrectionen entbehren, gemein : dafs er sein Bett sehr erhöhet. Auch ist die Mündung(die Gironde ) für die Schiffahrt nachtheilig, denn sie dehnt sich über einen breitenStrand aus, der immer höher wird , und auf diese weise eine sandbarre bildet, überwelche die Fluth langsam aufrollt. Ist der Fluthstrom aber über diese Barre, wo derSeefahrer nur 3 Faden wasser findet, gekommen, so strömt er schnell aufwärts.Diese Wirkung des Fluthstromes nennen die uferbewohner mascaret. Die Seeleutemüssen dieselbe genau kennen, um nicht auf die sandplatte festzusegeln. Wäre aberdiese nicht vorhanden, und die Garonne hätte vor Bourdeaux eine hinreichende Tiefe,so könnten Fregatten bis zu ihm hinaufgehen, und dieser Hafen könnte einer der be-sten des französischen Reichs seyn: denn die Kaystrafsen längs der Garonne sind zumSchiffs-und waarenverkehr bequem, und dieser Flufs hat eine Breite von 3Ö0 Toisen,ist also für die Schiffahrt überflüssig weit. In Hinsicht der Tiefe längs der Stadt solltesie mittelst zweckmäfsiger Flufsbauwerke eingeschränkt werden , um den Strom einegröfsere Geschwindigkeit, mithin ein gröfseres vermögen zu geben, womit er sein Bettvertiefen könne, s, 1 . b. s.

Da ich den vor der Gironde liegenden Leuchtthurm corduan in diesem Bande be-schreiben werde, so ist nur noch anzumerken: dafs auf dem platze, den das schlofsund das Fort Trompette zu Bordeaux einnimmt, ein National-Monument erbaut werdensollte, und alle Architecten in Europa wurden von dem nirectorio aufgefordert, Zeich-nungen dazu zu machen! Die Ausführung ist unter andern umständen aufgegeben.

$. 116 . Beschreibung des Hafens von Bayonne . t. 62 .

Der Hafen Bayonne , welcher von dem Flusse Adour gebildet wird, liegt 2QOOToisen von dem ocean. Wiewohl er ein gemischter Hafen ist, so sind doch die Eta-blissements der Marine von wenig Bedeutung. Sie beschränken sich auf einige amlinken ufer liegende Magazine und einem zimmerplatze, auf dem Gabarren gebautW'erden. Der Kauffahrdeyhafen hat zu seiner Disposition das rechte ufer des Flussesund einen Theil des linken, der Stadt gegenüber. Da der Adour öfters aus seinen ufertritt, so erhöhet sich dessen nett (b. i. s. 239) u »d die Fahrt ist der seichten wegenunbequem. Bey Bayonne könnte er aber Linienschiffe aufnehmen, wenn dessen Mün-dung nicht von einer grofsen sandplatte verstopft wäre, auf welcher bey den spring-zeiten nur 14 bis 15 Fufs wasser aufläuft. Diese Sandbank entsteht eines Theils ausder geringen Geschwindigkeit, womit der Flufsstrom abfliefst und andern Theils vonden hohen wogen, die den seesand gegen die Mündung aufrollen. Diesen Wirkungenwollte der Fortificationsdirector Touros, mittelst zweyer Hafendämme, womit er die MÜn-

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