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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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düng des Flusses zu schmälern gedachte, unschädlich machen; ja,'wo möglich ganz*lieh aufheben. Er hielt dafür, dafs die nafenstrafse meerwärts schmäler als landwärtsgemacht werden müsse, welches nicht nur in Hinsicht der Wirkung der zu etabliren-den spühlung, sondern auch wegen Verringerung der Wellenbewegung in der Hafen-strafse sehr zwechmäfsig ist (b. i. s. ) Die Dämme sind auch wirklich über diesandbarre ÖOO Toisen hinausgeführt worden. Dem künstlichen Flufs gab man eineBreite von 100 xoisen, er ward also um die Hälfte geschmälert. Dessen Mündungerhielt aber eine Breite von 145 xoisen, wurde also den wahren Grundsätzen des Ha-fenbaues wiedersprechend angelegt.

Welche Richtung sollte aber den Hafendämmen gegeben werden? Diese Bestim-mung war äufserst wichtig, denn es hieng von ihr gröfstentheils der Erfolg der Aus-tiefung ab. Es wurde demnach den 11. october 1731 eine Versammlung von Inge-nieuren, Marine-officiers und Seefahrer gehalten, welcher der Präsident Barraltheine genaue Karte von der miste vorlegte. Sie hielt dafür, dafs die nachtheilige sand-barre *), von drey Meereswogen, bewirkt werde; die binnen einer Minute aufrollten,und die Schiffe entweder über die Barre hinüber führten, oder solche auf sie festsetz-ten. Die Commission schlofs daher: dafs die schiffe einen solchen cours einhaltenmüfsten, worin sie die wogen senkrecht durchschnitten, welches auch die täglicheErfahrung bestätige. In dieser Hinsicht müfsten demnach auch die nafendämme der»irection der wellen entgegenstehen; dafs ist, in Nordwesten gerichtet seyn. Dernördliche namm sollte überdem, nach Herrn de Tours Meynung 50 xoisen weiter insMeer gehen als der südliche, weil aus jener weltgegend der herrschende Seewindbläfst. Dieser letztere Vorschlag wurde, so zweckmäfsig er war, nicht befolgt,sondern das Gegentheil; man machte den südlichen nafendamm länger als den nörd-lichen. Die Folgen sind aber*auch nachtheilig gewesen, und da die Sandbank sichmeerwärts immer weiter ausdehnte: so müfsten die Hafendämme verlängert werden.Gegenwärtig beträgt ihre gemeinschaftliche Länge 2500 xoisen, und dennoch ist derEingang für den Seefahrer gefährlich **).

In neuern Zeiten haben die französischen Ingenieurs einen grofsen spühlbusen,und eine spühlschleuse an der Hafenstrafse, vorgeschlagen, um die Sandbank fortzu«

•} Sie lag damals 350 voisen von der Mündung des Adourdusses entfernt.

Es ist anmerkenswerth, dafs wir diese Dämme auf der cassinisclien Karte nicht finden. Bey meinerReise durch Frankreich habe ich mehrere Blätter dieser Karte bey mir gehabt, und ich bin von iiirarUnvollkommenheit überzeugt worden. Noch mehr bin ich es, wenn ich eine Vergleichung zwischenihr und denen aus Frankreich mitgebracliten, theils gestochenen, tlieils gezeichneten Karten, von den-jenigen Gegenden, wodurch die canäle ziehen, anstelle. Die französischen Ingenieurs erkennen auchdie Unrichtigkeit und das Mangelhafte dieser Karte ; indessen sie von deutschen Gelehrten und Geogra-phen noch immer fiir die erste Karte der Welt ausgerufen wird, und das bey allen Gelegenheiten.Die ausländischen producte werden hochgepriesen; und die einheimischen gnten Karten nicht oderselten erwähnt. Aber solche, in denen die Natur verzerrt, werden als classisdhe, selbst in den geogra-phischen Epliemcrijen, mit fibertiebenem Lobe empfohlen!!