§. 13 1- Die Rhede und der Hafen von Neapel , t. 6ß. verdienen unter allen ita*liänischen Häfen und p.höden, gekannt zu seyn, denn nirgends an den misten Italiens ,wird eine bessere Rhede angetroffen. Sie ist nämlich von dem Lande und von demvesuv, gegen alle Nord-und Westwinde, von der Landzunge und der Insel capri , ge-gen die Südwinde geschützt. Also sind es nur die siidwestwinde, welche ihr nach-theilig werden! Der Eingang in die Rhede ist zwischen den Inseln Ischia und capri.
Der Hafen von Neapel wird von dem Meerdamm, vyorauf das Castell dell’Ovoliegt, ferner von dem Flügelmeerdamm, worauf der Leuchtthurm steht, in einigenBuchten, worinn die schiffe während den stürmen sicher liegen, abgetheilt. In dem-selben ist eine riefe von 4 bis 5 Brasses, zu 5 Fufs, wonach auch die Tiefen auf dernarte Tab. Ö8. bestimmt sind.
$. 133. Der Hafen von Salerno r. 68. Welcher an dem Golf gleiches Namensliegt, wird von einem Meerdamm gebildet, der ihn gegen die südost- und östlichenw inde schützt. Auch ist er von der Erdspitze della i.icosa gegen stürme aus süd-osten gedeckt und deswegen nach dieser Seite offen. Er hat nur eine Tiefe von 5bis 10 schuh und ist gegen die Westwinde nicht ganz gesichert, wiewohl die misteihn dagen einigermafsen schützt.
$. 134. Der Hafen von' messina t. 68. ist mein: eine Anlage der Natur als Kunst:denn diese hat um des Hafens Eingang zu schmälern, nur einen Steindamm aufge-führt, worauf das schlofs st. Salvador liegt. So ist die Natur immer wohlthätig füruns Menschen; indem hier der Seemann in der Meerenge von Messina eine MengeKlippen und Wirbel antrifft, findet er auch wieder einen sichern Zufluchtsort in die-sem grofsen und schönen Hafen, und zu seiner Sicherheit hat man den Leuchtthurm( rare ) erbauen -lassen.
$.134. Der Hafen von Brindisi , am adriatischen Meer (t. ÖO.) besteht aus ei-ner Eay und zwey Innern - Häfen * die mit dieser uay, mittelst zweyer massiven Ha-fendämmen, also mit einer Hafenstrafse, Zusammenhängen. Vor der Bay oder dereigentlichen Rhede , worauf auch grofse Schiffe stationiren, liegt die mit dem Fort(Fortino) beschützte Felsen - Insel. Da ihre reisen den schiffen beym Einlaufen inden kleinen vafs gefährlich sind, so ist der grofse pafs die eigentliche wasserstrafe.
$. 13Ö. Civita-vecchia t. Ö3. ist unter den Häfen des adriatischen Meeres der-jenige, den die Kunst nach einem wirklich musterhaften plane angelegt hat. DerVorhafen wird von zwey steindämmen a b und c d gebildet, und diese lassen zwi-schen sich eine oeffnung von 415 Schuh, die mit zwey geschlossenen Batterien b undd vertheidigt wird. Weil aber die Südostwinde in den Hafen hineinstehen und denschiffen bey der weiten oeffnung keine Sicherheit gestatten würden , so ist davor derMeerdamm e f mit einem festen Thurm g aufgeführt. Auf seinem Ende brennen dieLeuchtfeuer, und er dient zugleich zu einer grofsen B.atterie. Mit dieser nistributionsind nun zwey wesentliche vortheile erreicht worden: nämlich Ruhe und Sicherheit