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§. {40. Jetzt komme ich zu der i. J, 1Ö00 vollendeten Anlage, welche den Be-zirk des Kriegshafens in Venedig ausmacht. Dieselbe besteht (r. 63 .) aus den dreyInnern-näfen b, c, und d e. Dieser letztere Hafen ist der älteste, sein oberer•rlieil e, der von dem untern d mittelst einer Mauer getrennt ist, heifst das Alle-Arsenal ; der untere aber der canal der Galeassen. Der Hafen c heifst das Neue-Arsenal, und der in b wird das grofse Neue - Arsenal genannt. Ich will den erstenden Alten-, den zweyten den Neuen- und den dritten den Grofsen • uafen nennen.
* Der gesammte Hafenbezirk, welcher das Arsenal und die werfte u. s. w. einschliefst,ist mit einer hohen Mauer (in der Karte mit schwarzen Linien angedeutet) umgeben,und landwärts führt nur ein Eingang zu demselberi. Vorne, zur linken Seite desAlten - Hafens, liegen fünfzehn bedachte Kielplätze, worauf die Galeassen oder kleinenFahrzeuge gezimmert und ausgebessert werden. Am grofsen Hafen liegen solcherKielbänke 4Ö, wovon 25 zum Bau und zur Ausbesserung für Kriegsschiffe dienen.An dem Neuen - Hafen trifft man die bedachten schrägen Flächen zum zimmern derMasten, so wie die bedachten Magazine zum schiffsbauholz $ ferner die Magazine derArtillerie und der Takellage. Die Bedachungen aller dieser Magazine und werkstättehaben wenig schräge und nur oeffnungen, nach dem Meere zu, so dafs es in denWerkstätten so dunkel ist, dafs bey Tage darin nicht anders als mit Hülfe der Lam-pen gearbeitet werden kann. Warum beleuchtet man diese platze nicht mit ober-licht , das in dieser Bedachung angebracht werden müfste ? Aufser diesen Häfen hatnun Venedig noch eine menge Häfen, oder Ankerplätze, worauf die Kauffardeyschiffeanlegen; vorzüglich dienen dazu l) der Grofse canal, welcher Venedig in zweyHaupt - Inselbezirke theilt, und worüber bey a die berühmte Brücke von malto liegt;2) der canal della Giudeca, 3) st. Georg, 4) der canal (h) des schlossest 5) dercanal secca misericordia (?) und mehrere canäle. Bey x. i. liegen auch werfte»worauf man Kauffardeyschiffe bauet.
Des Verfassers Vorschlag zur Anlage eines Seehafens vor Triest Tab. 90 .
§. 141. Triest , ehemals von der gröfsten Wichtigkeit für die östreiehische Mo-narchie — gegenwärtig für Frankreich, Baiern und Italien — hat weder einen si-chern uafen, noch bequeme schiffswerfte; kein wunder daher, dafs die Kaufleuteund Seefahrer bey dem grofsen verkehr, der im Jahr 1802 diese Seestadt belebte,und nach den öftern stürmen, welche die auf der Rhede und vor dem Kay gelege-nen schiffe entweder in die hohe See getrieben, oder gänzlich zerstört hatten, dieAnlage eines allen Erfordernissen entsprechenden Seehafens wünschten. Seine Maje-stät der Kaiser von Oesterreich ertheilte mir daher im August 1803 den Auftrag,nach Triest zu gehen , und den Vorschlag zu einem Seehafen zu entwerfen. Nach-dem ich,zu Folge meiner Mission, Tyrol und das venetianische bereifst hatte, suchteich diesem ehrenvollen Aufträge im october 1803 zu entsprechen, und hem östrei-