Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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bey denjenigen winden, die aus Kord bis süd-ost blasen, und das Auslaufen derSchiffe bey allen windsiriehen. Dieses uöft e f, so wie die drey übrigen an dieserMündung vor dem Fort st. pietro liegenden nöfter, bestehen aus einem pfahlbaue vondrey Reihen pfählen, die mit Gurtungen zusammengehalten werden. Diese bilden einKistwerh, welches mit Steinen ausgefüllt ist. Nach einer ähnlichen construction istdas dem Fort chioggia gegenüber liegende n'öft und die HÖfter vor dem Fort Alb er onierbaut.

Der canal della Grazia müfste aus gleichen Ursachen, bey seinem Austritt ausdem canal orfano, mit einem Faschinenbau zugebaut werden, wo alsdann der Ebbe-strom und die vorfluthen, in den letztem canal gehalten wüirden, um denselbendurch einen starkem Strom zu vertiefen. Die Ausführung dieses Vorschlages hängtjedoch von dem umstände ab , ob man die Schiffahrt mit kleinen Barken auf dencanal della Grazia entbehren und dem grofsen zwecke aufopfern will. Zur Vermeh-rung der Geschwindigkeit des Stromes in dem canal orfano müfste man auch die da-vorliegende Insel, wie es auf der Karte Nro. i. Tab. h. roth illuminirt ist, bey x. durchgra-ben, und von st. servolo, nach dem ueberreste derselben, einen Damm bis dreyschuh über die Ebbe anlegen, damit die ordinären Fluthen in dem neuen canal x.und dem canal von orfano gehalten würden. Ich würde diesen Damm oberhalb desnach dem Lazeretto - vecchio führenden Canals legen, wenn dieser canal entbehrlichwäre. Damit nun die in den Seemündungen des Forts st. nicolo und Erasmo ein-strömenden und ausfliefsenden ordinären fluthen und Ebben, in die Fahrwasser vonst. Andrea und dem neuen Lazarethe gehalten werden, um solche zu vertiefen,und damit die Sturmflutlien nicht mit ihren Grundwogen auf Venedig oder in dencanal von Marano fallen, so müfste das Fort st. Andrea und die zwey kleinen Fortsmit der Insel la vignole, mittels eines bis zu einem schuh unter der ordinairen Fluthreichenden Dammes y z Tab. H , verbunden werden.

Auf diese weise würde Venedig gegen die hohen Aequinoctial-sturmfluthen, wel-che gegenwärtig sowohl durch die Mündung von st Erasmo als [von Malamocco,darauf anfallen, die 10 Fufs hoch steigen, und einen Theil dieser Inselstadt, selbst denMarkusplatz überschwemmen, beschützt; die Strömungen der Fluth und der Ebbewären regelmäfsiger gemacht und die Geschwindigkeit der Ebbe vermehrt, folglichdas vermögen der Ebbeströme, womit die Stoffen fortgeführt werden, in den Canä-len vor Venedig , in dessen Häfen und Fahrwässern, verstärkt. Eine Wirkung, diezugleich wesentlich zur Gesundheit der yenetianer beytragen mufs, weil eine schnel-lere Bewegung des Wassers in den Canälen, auch die schädlichen Ausdünstungen ver-mindert. Endlich würden Venedig und dessen canäle, durch die Ausführung dieserVorschläge, gegen den Anfall der hohen sturmfluthen, die sie jetzt so oft heimsu-chen, geschützt.

II. Bd,

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