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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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stc-Ingebirge herab auf die Rhede stürzt: so lange nämlich, als die Anker und micd’ Alben halten. Diese von localkundigen Seefahrern gegebene Versicherung widerlegtalso das vorurtheil derer, die, ohne Kenntnisse der Nautik und des Hafenbaues, be-hauptet haben: dafs sich vor inest, des uorrawindes wegen, ein sicherer Hafen nichtanlegen lasse. ;

§. 142. Bey meinem Entwürfe zu diesem Hafen machte ich mir folgende Be-dingungen : l) Die Hafenanlagen sollen dergestalt beschaffen seyn, dafs die Schilfebey stürmen und wogen, sowohl im grofsen canal, als im Hafen, sicher statio-niren. 2) Die schiffe müssen bey allen denjenigen windstrichen , bey welchen siegegenwärtig von der Triester Rhede in see stechen, von dem neuen Hafen auslau-auslaufen können. Ein gleiches mufs bey dem Einlaufen statt finden. 3) Mufs derHafen den gröfstmöglichsten Raum einnehmen , und dennoch die mindestmöglich-sten Kosten verursachen. 4) Müssen die schiffe daselbst sichere Ankerplätze fin-den , wo der möglichst beste Ankergrund , so wie die gröfste Tiefe statt findet,und von wo aus das Anlanden an dem Kay vor Triest , und das Schiffsverkehr ambequemsten ist. 5) Sollte die Hafenanlage zugleich einen platz zum Ausbessern undcalfatern der Schiffe darbieten. Derselbe darf nicht weit von der stadt entferntseyn, damit die Arbeiter wenige zeit beym Hin- und Herlaufen verlieren. Ebenso wenig sollte er auch in der Nähe der schiffe und der Stadt placirt werden, da-mit keine Veranlassung zum Brande entstehe. 6) In so fern der Torrente eineMenge Kiesel führt, welche zum iheil die jetzige Rhede anhöhen , so ist die Anlagede3 den Hafen abschliefsenden ivxeerdammes dergestalt zu bewerkstelligen , dafs diesenachtheilige Wirkung aufhöre. 7) Der Meerdamm kann zur Etablirung von Maga-zinen nicht dienen, wie einige Ingenieurs mit ihren ganz anders gelegten Hafen-dämmen vorgeschlagen hatten: a) weil er alsdann sehr breit angelegt werden müfste,mithin grofse Kosten verursachen würde; b) der Gebrauch dieser Magazine in eini-gen Jahrzeiten nicht thunlich ist, indem ihn die heftigen hier herrschenden windeverbieten; c) die Kaufleute ihre waaren in ihren in der stadt befindlichen Magazi-nen, aber nicht auf einem den w'ogen und windstöfsen ausgesetzten, von der Stadtweit entfernten Meerdamme aufbewahren werden. 8) Da zu einem jeden guten Ha-fen bekanntlich ein oder zwey Leuchtfeuer erforderlich sind, so mufs auch beydieser Anlage darauf Bedacht genommen /werden. Q) Die Ebbe und rluth mufs inund durch den nafen ein freyes spiel behalten, zumal da der ström so langsamist, dafs die schiffe nicht einmal eine Drehung um ihre Anker machen, und dieGeschwindigkeit des Fluthstroms längs dieser KÜste, bey stillem wetter, nur iVö sc huhin der seeuude beträgt. Ohne diese Vorsicht würde der nafen bald mit Materiale,oder den stoffen, welche das Meer von Istrien herschwemmt, augefüllt werden.