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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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$. 172. Von den durchsichtigen Holzbauwerken ( elaire - voies ) habe ich dievortheile, wenn einzelne ilieile eines Hafendammes von denselben aufgeführt wer-den, zu zeigen versucht, und bereits das characteristische von dieser Bauart ange-geben: dafs sie nämlich, die Erhebung der wogen in der Hafenstrafse mäfsigen, undzur Eebriickung dienen soll. Jetzt will ich folgendes darüber anführen. Ein durch-sichtiger Holzbau mufs gegründet seyu, auf einer Mauer b Fig. 1 und 8. Tab. Ö7oder auf ein mit Steinen belegtes Faschinenwerk, damit sein Fufs nicht unterwaschenwerde. Tab 57 Fig. 6. Er kann auf mancherley weise construirt werden, und alleProfile Fig. 23. 25. 2Ö. 28. 8 und 10 geben Ideen zu solcher Bauart. Nach derje-nigen construction, welche Tab. 67 in Fig. 1 . 8. und 22 dargestellt ist, sollten dieneuen Hafendämme von oieppe angelegt werden. Der aufmerksame Leser wird sieohne weitläufige Erklärung verstehen. Fig. 8 ist nämlich der Grundrifs, und Fig. 22die Ansicht der vordem Seite, und einerley Buchstaben bedeuten einerley Theile.Fig. 19 stellt eiuen solchen Bau mit seiner Bebrückung, von oben anzusehen, dar,wo a die schräge Fläche auf welcher sich die wellen brechen, bedeutet. Fig. 25ist ein profil dieser construction. Ich habe den zweck solcher werke durch einemit oewölb - oeffnungen versehene Mauer, bey dem Hafendamm vor Lindau s. s. 109 . >zu erreichen gesucht.

173. Die aafendämme am neuen Elbingschen Hafen. Die Methode, wel-che hier angewendet worden ist, und die auch beym pillauschen Hafen statt finden,sollte, wonach die steine auf einen Boden von Bohlen, und diese auf das Faschi-nenwerk gelegt sind, kann keinen guten Erfolg versprechen: denn das Bauwerk machtja auf diese weise nicht ein festses Ganze. Die Steine können auf dem glatten ausBohlen bestehenden unterlager, nicht unverrückt liegen bleiben, wenn die See gegensie anbrandet. "Will man, nach ihr, werke mit einer grofsen BÖfchung aufführen 5dann wäre es ja besser, die Steine für sich herabrollen zu lassen, über ein solidesFaschinenwerk, das auf seiner Oberfläche, bis zum niedrigsten Meer, mit Verzäu-nungen versehen ist. Wozu dient also wohl das kostbare und oft zu erneuerndeEohlenlager? Dafs in der Aufführung von Faschinenwerken, in einem Meere wie dieOstsee , wo gar kein ström ist, Schwierigkeiten gefunden werden konnten, ist wahr-lich unerklärbar, wie auch, dafs man sich bey Elbing zur Aufführung der Packwer-ke zwey Reihen grofser pfähle hat bedienen müssen, zumahl es doch nicht unbekannt,ist, dafs grofse pfähle, wenn sie früher eingerammt werden, als der Faschinenbaugelegt ist, den Faschinenwerken ein regelmäfsiges sinken versagen, daher ihre re-stigheit hindern. Wer den Faschinenbau kennt, und denselben in dem ersten Bandestudirt hat, der wird, ohne sich grofser pfähle zu bedienen, in der Ostsee hinein,Faschinenwerke aufführen, welche Tiefe er auch antreffen möge!

Wenn der Leser nun alle die verschiedenen constructionen, nach denen Hafen-dämme erbaut worden sind, untereinander vergleicht, so wird er ohne zweifei eiu-II. Bd. 16