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Fig. 20. welcher unter der täglichen Fluth, und also zu niedrig liegt. Der westli-che Hafendamm ist ein durchsichtiger Holzbau. Sein profil ist in Fig. 22. verzeich- 1net. Den alten Hafendamm von Dünkirchen , welcher jedoch bey weitem nicht dieganze Hafenstrafse einfafste ist in Fig. 12, dargestellt.
§. 169. Der nafendamm von Calais Fig. 11. ist dem letztem sehr ähnlich,nur dafs dieser weniger Holzwerk hat, b c ist darin die obere Plankendecke.
$. 170. Die Hafendämme von Faschinenbau sind von keiner Dauer, w’enn sienickt mit steinen oder Kiesel gänzlich bedeckt sind, denn das Buschholz darf nickttäglich nafs und trocken werden, sondern mufs vor der mit und dem wasser bedecktseyn. Die Faschinendämme Fig. 16. Tab. QÖ, bey Dünkirchen , deren Länge (von bbis 6 und von c bis 3 Tab. 63.) 6000' betrug, welche zehn mfs über die tägliche Fluthhervorragten; die überdem nach einer fehlerhaften construction erbauet; durch de-nen lange pfähle eingerammt waren, die das setzen des Faschinenkörpers hinderten,kurz diese Bauwerke—konnten nicht lange bestehen, und man war schon ein Jahrze-hend nach ihrer Erbauung genöthigt, auf ihren Abbruch zu denken. Doch ich habedavon in der Beschreibung des Hafens von Dünkirchen gehandelt! Hier will ich nur be-merken: dafs der Grundrifs dieser werke in Fig. 19, gezeichnet ist, dafs die Bebrückungp i l (profil 1 6) nöthig war, zum ziehen der schiffe; dafs die Einschnitte t mit Lehm aus-gestampft waren, um das wasser nicht unter dem nainme durchzulassen. Unzugängli-che Maafsregel bey einem Bauwerke, welches selbst keine hinlängliche schwere hatte,und also auch nicht den Grund belastete. In dieser Hinsicht hat man die Dämme deschenals von maardyk besser angelegt, denn das Faschinenwerk Fig. 18. t. 66. wurdemit steinen beschwert. Eine gleiche Beschwerung wandte man bey den Dämmen die-ser Hafenstrafse unterhalb der Mardyker schleuse Fig. 17. so wie bey den Dämmenoberhalb dieser schleuse Fig.. 17. b an. a ist in diesem profil ein Trottoir und b derFahrweg. Der Gipfel dieser Dämme liegt 12 Fufs über die ordinäre Fluth. Uebri-gens bedürfen auch diese Zeichnungen keiner weitern Erklärung.
$. 171. Aufser an der Hafenstrafse von soulogne sur mer, bey meppe ein klei-nes stück und bey Gravelins , werden an den französischen Seehäfen keine blos lie-gende Faschinenwerke angetroffen, und selbst diese liegen nicht zur Fluth hinauf,und werden oft beschädigt; diese waren auch i. J„ 1800 als ich dieselben besichtigte,in. einem sehr verwahrlofsfen zustande. Dergleichen werke müssen gut construirt,mit Grand oder steinen bedeckt seyn. In Deutschland hat man gleichfalls die zweck-widrigkeit hoher fehlerhaft construirter Faschinerfdämme, bey der Hafenstrafse vonScliwinemünde in Pommern , eingesehen. Auch die gut gebauten Hafen - Faschinendäm-me müssen stets mit Kiesel, ziegelgraus und grofsen steinen bedeckt werden, damitdie hebende Kraft der wellen, die Buschlagen und wippen nicht aufhebe, und dashoIz nicht öfters nafs und trocken werde.