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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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blieb es unmöglich ein schiff ganz zu füllen: denn es senkte schon früher, und dieschiffe allein würden 32 Millionen gekostet haben. Unter diesen umständen legteder General-Inspector des wege- und Brückenbaues, cessart, im Jahre 1781 seinenEntwurf; in die Rhede , durch einzelne mit steinen gefüllte nisten, allen feindlichen schif-fen den Eingang zu verschliefsen, und den französischen schiffen auf dieser Rhede eine ruhige rage während den stürmen zu verschaffen, vor. Diese runden und obenahgeschniitenen Kisten nannte man ihrer Form wegen, da sie abgekürzte Kegel bil-den — cönes, oder cones tronquees. s. Tab. 58.

Neue imponirende Ideen haben von jeher bey den Franzosen eine günstige Auf-nahme gefunden, wie hätte sich also der Ingenieur cessart diese nicht von seinenKegeln versprechen können? Als ein Mann von Genie, der sich mit einigen Arbeitenin den Häfen von Dieppe, Havre , und Treport riihmlichst bekannt gemacht hatte,wollte er, bey dem grofsen Meerdamme von cherbourg, der weit etwas Aufseror-dentliches sehen lassen *). Er machte also den Vorschlag: neunzig durchsichtigevon Balkenwerk construirte KÖrbe t. 58. Fig. 14 welche die Form eines abgekürztenKegels haben, vor der Rhede von cherbourg zu versenken. Diese Anzahl wurdeaber von den Marine-officiers auf Ö4 herabgesetzt, und ihre Entfernung auf 50 Toi-sen bestimmt. Cessart wollte (Fig. 4.) die Basis je zwoer Kegel höchstens 18 Schuhauseinander legen. Von einem Kegel zum andern, und in den Kegel selbst, sollteein Steinwurf (rig. -4.) eingeschüttet werden. Des Kegels Gipfel sollte sich 14 fuIsüber die ordinäre Fluth (e Fig. 3.) erheben, und fünf Fufs über die Springfluth (/Fig. 3.). Dann sollte jeder Kegel mit steinen angefüllt werden, und vom niedrig-sten Meere (c Fig. 3.) aufwärts ein mit pozzolan - Mörtel verbundenes Mauerwerk er-halten, welches in Fig. m. angedeutet ist. Damit die Steine nicht herausrollen, wur-de das sparwerk oder die Ribben **) eines Kegels inwendig mit Balken verschalt.Man hoffte, dafs sieh an das Holzwerk eine Menge Muscheln ***) schaalthiere undMeergras ansetzen würde, welches gleichsam die Kegel mit einer Kruste umgebenmüfste. Von dem pfähl- oder seewurm der das Holz zernagt, und sich darinnenzellen macht, hatte man damals auf der Rhede von cherbourg nichts zu fürchten;daher versprach man sich von der beschriebenen Bauart eine erwünschte Dauer. Dadie gröfsten wellen,' nach der Beobachtung cessarts, nur bis zu einer Tiefe von 14bis 15 Fufs ihre Wirkung ausüben, so würde, nach dieser Voraussetzung der.unte-

*) Die Zeitungen aller Nationen waren damals 1783 bis 1784 voll Lobeserhebungen von diesen Kegeln:man sprach von denselben in Süden und Norden. Würde wohl ein einfacher Steinbau so oft erwähntworden seyn?

**) Das Holz war 8 bis 12 Zoll kanntig, und 22 bis 26 rufs lang. Das Sparwerk wurde ineinander ge-lascht.

**") Sie wurden ausgestreut. Cessart sagt 1787 in einem Memoire: I.’on s’oecupe maintenant k seinerdans toute la circonference exterieuie du cöne beaucoup de moules vi-ves, qui seront baignees de la mer,qui s’attaciieront k la charpente,

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