«
159
einem Auszuge aus einigen schriftlichen Memoires, die mir in Paris mitgetheilt wor-den sind.
Das project des pdtter's von Guillemanche du socage, eine Schiffsdocke imnafen von roulon anzulegen, bestand darin: 1) An dem Hafen (die Neue Darse)eine Hauptdocke zu erbauen und um dieser herum mehrere dergestalt, so dafs jedeisolirt für sich sey und doch communication mit der Haupt - oder untern nocke ha-be, 2) Den platz dazu bestimmte er in der Nahe des see-Arsenals. In dem procesverbal vom 24» Juny 1775. sagt das conseil unter andern von diesem projecte: „esweiche von denen bis dahin bekannten nur darin ab, dafs die Docken nicht hinter-einander in gerader Linie angelegt werden, sondern jede Docke für sich isolirt be-stehn und mit der untern nocke communiciren sollte; und dafs die Neben-Dockenalso fächerartig um die untere herum placirt seyen,„ Es hielt diese Distributionfür sehr vortheilhaft, weil sie den Gebrauch jeder einzelnen nocke gestattet, abernicht so günstig urtheilte ein Ausschuß von sachverständigen. Derselbe meinte:„dafs nicht nur die Hauptdocke eine zu grofse Ausdehnung erhalten, daher ungeheu-re Kosten verursachen müßte, sondern daß auch der Gebrauch der Docken durchihre Distribution vielen Schwierigkeiten, ja selbst vieler Gefahr bey entstehendemFeuer unterworfen sey,„ Ueber den Bezirk, auf welchen der projectgeber seine Do-cken erbauen wollte, war auch das conseil nicht einverstanden: es sey der Bezirkdes Arsenals ohnehin durch das nothwendige tägliche verkehr sehr beschränkt, daherkönne man für die Docken keinen andern platz als die Insel de la matüre anweisen*Aber diese bestehe aus aufgehäuften Schlamm, dessen ragen ohnmöglich eine zweck-mäßige Gründung zulassen; und dann müßte auch, um hier Raum zu gewinnen, diegemauerten vordem schiffswerfte abgebrochen werden und dies sey mit ungeheurenKosten verknüpft. Das conseil schlägt deswegen vor: die Docken in dem Quartiervon castineau , zwischen welchen und dem Arsenal leicht eine communication eröf-net werden konnte, anzulegen. Würde sie daselbst erbauet, so könnte ihre Anzahlnicht nur auf neun gebracht werden , sondern man würde sie auch mittelst einescanals durch die Stadt mit wasser anfüllen, also ihren Boden erhöhen, mit gerin-gem Kosten anlegen , und das Auspumpen fast ganz ersparen können; um so mehr,da das wasser im canal Tab, 60. auf ÖOÖO xoisen, von diesem Quartier bis zur ober*fläche des Meeres, 56 Schuh Neigung habe. Diese Verbesserung des projectes wirdsich ohne zweifei manchem annehmlich darstellen, wenn wir mit den nocalhinder-nissen, die ihm entgegen stehn, nicht bekannt sind; doch es mögen die sachver-ständigen selbst sprechen. Sie sagen: „ der Boden des erwähnten Quartiers sey
eben so scblammigt, als der des Hafens, welches die Erfahrungen bewiesen. 2)Entfernte man sodann die Docken zu weit von dem Bezirk des Hafens und die Er-bauung eines schiffes oder dessen Ausbesserung würde mehr kosten, als wenn manes auf die bestehenden werfte zum Theil und auf dem wasser völlig ausbauete und