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ihr die hinreichende Festigkeit zu geben, ohne den Doehenraum trocken zu legen.Jetzt bauete man die obern Seitcnmauern und den Dockenflur. Zu dem Mauerwerkder Seitenwände wurde bis auf eine Dicke von 6 bis 7 schuh cement von pozzola-ne gebraucht und der übrige Theil ward mit guten sandmörtel gemauert. Als dieArbeit im Gange war, beschied der Minister i. J. 1753. choquet zu sich nach Paris ,um sich dessen plane vorlegen und erklären zu lassen. Er befahl, lächerlich genug,dafs die Kammer der zweyten Docke , gegen den plan des Ing. choquet, fünf zollniedriger gelegt werden sollte. Während dem hatte der Ingenieur Petit den Fange-damm vollendet. Die Grundpfähle wurden nun eingetrieben, der r,ost gelegt unddie Mauer aufgeführt. Auch das concave oder verkehrte Gewölbe, dessen schlufs-steine in 4 Fig. v. sichtbar sind, wurde ausgeführt und diese dienen der Kielrinnezum Boden. Um den Dockenflur, welcher von Steinen ist, zu halten, liefs choquetgrofse eiserne Stangen unter dem umgekehrten Gewölbe legen , und die sich vor demr rhorflur endigten. Nach Vollendung dieses Gewölbes wurde der Dockenboden aufge-führt, nachdem zuvor das Thorgebind vollendet war. Am 2. Febr , 175Ö. wurde einSchilf in der ersten Docke eingelassen, im Monat Februar war die zweyte oocke vol-lendet und im May 1757. war auch die dritte beendigt. Diese werke haben demIngenieur choquet als einem Mann von Kenntnissen grofses Lob erworben. Die vier-te uocke zu Brest xab. Ö5. bey f ist von dem Ingenieur Groignard 1782 — 1783.an der stelle einer alten erbauet worden und ihre Flur liegt fünf schuh tiefer alsder von den übrigen drey Docken , so dafs bey jeder rluth ein schiff ein - und aus-gehn kann. Wegen dieser tiefen Lage war es aber nöthig, die nocke mit einemponthonthor zu verschliefsen,
$. 1Q5. Beschreibung der Docke zu Toulon , rab. 60 und 61 ,
Toulon , der befste französische Seehafen am mittländischen Meere, hatte zwarvor 1783. einige schiffswerfte aber keine Docke. Die Schwierigkeit dort eine zu er-bauen war weit gröfser, als in den Häfen am ocean oder canal, wo die Ebbe undrluth das Ausschöpfen des wassers unnöthig macht, oder doch sehr vermindert, wennnämlich der Bau mit aller Sorgfalt ausgeführt ist, und den vorne aufgestellten Grund-sätzen entspricht. Bey touIoji , wo die rluth nach denen von dem Chevalier Argosvon 177Ö bis 1778. angestellten Observationen kaum zwölf zolf steigt, konnte manalso den Grund der Docke nicht anders, als zu der nöthigen riefe unter der Ober-fläche des Wassers legen. Es mufste also entweder in Kästen gemauert oder Ab-dämmungen gemacht werden; das lezte war wegen dem schlammigten Boden, denQuellen im Grunde, und der grofsen wasserhöhe, die man zuriickhalten mufste,nicht nur mifslieh, sondern fast unthunlich. Der Ingenieur Groignard wählte daherdie erste constructionsart. Ehe ich dieselbe aber beschreibe, will ich noch einigesvon den Vorschlägen , die andere Ingenieurs gemacht haben, anführen, und zwar in