Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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werk nnd dem hölzernen Kasten ist eine Leere, die im Durchschnitt (man sehe diedrey Querprofile) einen Triangel a bildet, gelassen worden. Dieselbe gestattet derMauer eine Böschung und ein Nachsehen, wenn etwa ein schaden am Kasten entste-hen sollte; vielleicht rechnete man nicht auf die Erhaltung der hölzernen seitenwän-de, welche übergebogen sind, und wollte dieselben auch nicht mit dem Druck desMauerwerks belasten.

Das Manoeuvre, wie die Docke zu und offen gemacht wird, habe ich zwarschon oben ganz beschrieben, indessen wird cs doch nicht ganz überflüfsig seyn, nochFolgendes anzumerken. Da der Raum aa (siehe Grundrifs t . ÖO.) mit dem äufsernWasser communicirt, so mufs er noch mit einem Ponton verschlossen werden, wel-ches wir im Grundrifs nach seiner Gestalt als halb ronton bey a sehen. Hätte mandie Docke mit steinmthoren verschliefsen wollen, so mufste sie selbst verlängert wer-den , um die Seitenwände eine der ganzen Thor - Einrichtung angemessene Länge zugeben; auch hätte alsdann immer gleichviel Wasser durch die Seiten - Aquäducte indie Docke eingelassen werden müssen, das schiff wäre grofs oder klein gewesen.Diese Nachtheile hat Herr Groignard mit dem pontonthor und den drey paar Fugen,welche in dem Grundrisse bey 1, 2, 3, 4, 5 angegeben sind, und worin es pafst,vermieden. Es kann nun dem innern Dockenraum näher gerückt werden, je nach-dem das schiff weniger grofs ist. Endlich dient das pontonthor, während es einge-setzt ist, zur Brücke; alsdann wird ein Interims - Geländer darauf angebracht. Istdie Docke verschlossen, so stellt man 2Q bis 32 verticale schaufelwerke in die Schäch-te , welche am nintertheil der Docke bey e angegeben sind, auf. Es wird abwech-selnd von Galeerensklaven zweymal 24 stunden damit gearbeitet, und die Docke istdes Wassers entledigt.

$. 200. Gegenwärtiger Zustand der Docke zu Toulon .

Ohngeachtet aller Vorsicht, womit diese nocke gebaut ist, haben sich einigeRisse oder oeffnungen gezeigt. Die eine ist queer in dem Kasten und die andere hatsich in einer Fuge, oben in der Decklage des vorbodens, als die nocke zum ersten-mal geschlossen wurde, eingestellt. Man schrieb sie dem Druck der Seitenwändeauf das Gewölbe (m n) zu. Jetzt (1812.) soll das Filtriren wenig bedeuten. Miteinem paternosterwerk kann man das wasser, welches während 12 stunden eindringt,binnen zwey stunden ausfördern. Doch dieses soll keineswegs hier als Tadel ste-hen, sondern zum Beweise dienen: dafs dergleichen Bauwerke mit Anwendung allermöglichen Sorgfalt und Kenntnisse, dennoch kleine Nachtheile erhalten können, dieder unwissende gerne scharf tadelt, und die derjenige', welcher die Schwierigkeitensolcher Bauunternehmungen kennt, nicht als Mängel, denen der Erbauer schlechter-dings hätte begegnen sollen, ansieht. '