172 -
lliig, sondern nur einen reuerlieerd; aber für einen starben Luftzug mufs alsdanngesorgt werden. Solche Leuchtfeuer brennen unter andern auf dem Leuchtthurm zucorduan, zu spurn-point in England, auf den Kircbthürmen zu Goederede, uelvoel,srielle, Katwyk; auf den Leuchtthürmen des Eilandes urk , am v ort vor Amsterdam ,auf dem Leuchtthurme des Filands marken , bey E nkhuisen, und auf mehreren Kirch-thürmen in Holland , Es ist bey ihnen zu beobachten: dafs der Heerd gegen dieFenster nicht niedrig, sondern etwa zur Hälfte derselben liegen mufs, damit dasreuer zum besten gesehn werden kann. Man brennt auch Kohlenfeuer in kleinenpfannen, die an einem beweglichen Schwengel hangen, wie z, b. auf spurn-point,welches unten näher beschrieben werden soll.
Die zweyte Art von Leuchtfeuer besteht aus Lichtern , wie z. b. auf dem Leucht-thurm e dystone Tab. 52 . Die Lampen machen die dritte aus: so brennen z. b. dieHolländer an allen Häfen der südersee und an ihren innern Gewässern Lampen oderLaternen; so haben die Engländer im Jahr 1795. auf dem Goodvin-sand ein Fahrzeugmit einer Laterne angelegt. Sie sind immer besser als die einzelnen Lichter, welcheoft geputzt werden müssen , und auch wohl ausgehn. Indessen sind solche ordinai-re Lampen und kleine Laternen nicht empfehlenswert!!: denn der wind löscht sieoft aus und die feuchte Witterung macht die Gläser trübe; auch sind sie auf einegrofse Entfernung nicht sichtbar; und welcher ununterbrochener Sorgfalt bedürfensie nicht ? Endlich haben sie mit allen andern Lichtern in den Häusern zu vielAelmlichkeit.
Die vierte Art Leuchtfeuer — die argandischen Lampen mit Reverber - Spiegelvon polirtem versilberten Messingblech — gehören ohne zweifei zu den besten, weilsie nicht nur weit gesehen werden, sondern man auch das Feuer mit den geringstenKosten und der wenigsten Sorgfalt unterhalten kann. Solche Leuchtfeuer brennenunter andern auf den Leuchtthürmen bey Havre, cette, Dieppe, Liverpool , ostende,niemel und bey cadix. Der Wächter braucht höchstens nur einmal in der nachtnachzusehn, da hingegen er beym Kohlenfeuer und bey den Lichtern öfters nach-sehn, Kohlen aufschiitten und alle stunde die Lichter putzen mufs. Endlich gewäh-ren diese campen-Feuer den grofsen vortheil: dafs sie beweglich gemacht werdenkönnen, und zwar dergestalt, dafs sie sich horizontal im Kreise drehen, welches ver-mittelst eines Räderwerks und Gewichts bewerkstelligt wird. Auch kann man nachder Erfindung von xemoyne einen schirm vertical auf und nieder bewegen und da-mit die campen bedecken. Diese letztere Vorrichtung ist für den Seemann von deräufsersten Wichtigkeit; denn die Leuchtfeuer können so mehrere Minuten bedecktseyn, folglich nicht leuchten. Aus der zeit, welche das Leuchtfeuer hinter demschirm ist, wird der Schilfer gleich schliefsen , dafs er sich in der Nähe dieses oderjenes Hafens befindet, dessen Leuchtfeuer so und so lange, nach der ihm bekanntenEinrichtung, die auf den Seekarten angegeben seyn sollte, unsichtbar bleibt. Man.