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wird eingestehn: dafs wo mehrere Leuchtfeuer nahe auf einander folgen , die der See-mann in einer Nacht passirt, er davon öfters irre geleitet werden könne. Befindensich unter diesen nur ein raar, wovon eines zwey Minuten und das andere drey Mi-nuten bedeckt ist, so wird er sich gleich orientiren, aber ein Licht oder Feuer ander Küste angezündet, kann der Seemann für den Leuchtthurm nehmen, in dessenssähe er sich zu seyn glaubt, und dessen Feuer noch nicht angeziindet ist , weildas niedrige Meer das Einlaufen in die Hafenstrafse versagt. Leider hat man davon:dafs schiffe eines solchen »Irthums wegen gescheitert sind, unzählige Beyspiele! Die-ser Irthum ist aber bey momentanen Leuchtsignalen nicht möglich.
Bey solchen nafenstrafsen, in denen der Seichtigkeit wegen die grofsen schiffenicht früher als während hohen Wassers einlaufen können, wird das Anzünden ei-nes Leuchtfeuers für die kleinern Schiffe oder auch für die schifferboote früher alsfür die grofsen Kauffahrer nöthig. Deswegen hat man in einigen Häfen sich folgen-dermafsen zu helfen gesucht: im Hafen von rreport wird eine Laterne angeziindet,sobald die Fischer-Fahrzeuge wasser genug in der Hafenstrafse finden; aber zur hal-ben pluthzeit, wobey gröfsere schiffe einkommen können, wird eine Strohbutte an-geziindet , die ein gröfseres Licht gibt und zur vollen Fluth werden drey dergleichenangesteckt; aber zur zeit der halben Ebbe bleiben nur zwey brennen. Zu Calais wird auch ein Feuer angeziindet, sobald die Fischer des Wasserstandes wegen einlau-fen können; und zur halben rluthzeit wird ein zweytes hinzugefügt, welches manzur halben Ebbezeit wieder auslischt. Das eine Feuer brennt alsdann bis zu demAugenblick, in welchem das wasser in der Hafenstrafse dergestalt gefallen ist, sodafs die Fischer-Fahrzeuge nicht mehr einlaufen können. In beyden Häfen bestehtdas Leuchtfeuer aus drey grofsen Wachskerzen* So wird auf des westlichen Hafen-dammes spitze am Hafen von PMmsgate ein Leuchtfeuer erhalten; bey Tage wirdaber eine Flagge auf der nordwestlichen Klippe aufgesteckt, wenn das wasser 10Fufs in dem Bassin angewachsen ist. Zur Erkennung eines bestimmten Leuchtfeuershatte man vor mehreren Jahren auf dem Observatorium zu Paris folgenden versuchgemacht: auf die Glasscheiben der Laternen waren Figuren gemahlt, nach denen derprojectgeber ein Leuchtfeuer (nach den verschiedenen Figuren) von einem andernunterscheiden wollte. Auf hundert schritt Entfernung konnten aber leider die Figu-ren nicht mehr erkannt werden ! ! Es scheint also kein anderes Mittel, um beweg-liche Signale zu erhalten , übrig geblieben und erfunden worden zu seyn , als einDrehfeuer oder einen beweglichen schirm , der das nicht wechselsweise bedeckt undleuchten läfst. Zu diesem zweck war in Schweden bey Mastrand eine Maschine er-richtet, welche die genaue Erkennung des Leuchtfeuers zum Endzweck hatte und derMarine - Minister liefs für den h. le moyne den plan und die Beschreibung davon kom-men, Sie besteht in einer Axe, an welcher vier Reverber - Lampen befestigt sind unddie sich dreht. Diese Lampen stellen sich also dem Auge unter verschiedenen Rieh-