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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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sondern auch in Spanien finden wir ein ähnliches Leuchtfeuer» Vor etwa 15 Jahrenist nämlich die Beleuchtung so auf dem Leuchtthurm zu st. Sebastian bey cadixt. Ö8. angeordnet. Drey Reihen Reverber-Lampen, jede Reihe zu vier Lampen, dre-hen sich, mittelst eines Räderwerks, um eine gemeinschaftliche Axe in 3 Minutenzeit und leuchten dann in jeder Periode zwey secunden. Zu christiansoe ist vondem Ritter v, LÖwenörn auch ein rotirendes Blinkfeuer (t. 100« f. 55*) errichtet, vondem die Beschreibung am Ende dieses Kapitels folgt.

$. 20Ö. Um den cours, in welchem der Schiffer steuren mufs, damit er denEingang der Häfen erreicht, oderim Fahrwasser derr See - und Flufsmündungen bleibt,zu bestimmen, sollten bey solchen gefährlichen Eingängen allemal zwo Leuchtsignalestehn, die genau in den Seekarten angedeutet seyn müfsten. Das eine sey hoher wiedas andere, damit man sie gleich unterscheide. Ein einziges Leuchtfeuer kann selbstin grofser Entfernung mit einem sterne verwechselt werden, wovon man Beyspielehat. Dieser angeführten Rücksichten wegen stehn bey Havre zwey Leuchtthiirme;auf den casquets, zwischen den Inseln Jersey und origny, brennen drey Leuchtfeuerneben einander und auf dem cap Lezard sind zwey befindlich; auf dem cap port-land zwey; auf der Insel rerschelling stehn zwey Kohlenroste; ja auf dem spurn-point in England steht ein Leuchtthurm und eine bewegliche Leuchtmaschine.

$. 207* Die Hohe der Leuchtsignale wird sich nach dem Abstande, in welchemsie von dem Seemann gesehn werden müssen, richten. Unter 30 bis 40 Fufs überdie Oberfläche des niedrigen Meeres dürften doch wohl wenige zweckmäfsig seyn,Auf den Leuchlthürmen von navre hangen die Lampen 380 Fufs über die Meeres-fläche; in dem Leuchtthurm von Fdystone sind die Lichter 80 f. über die niedrigeSee aufgehangen; auf dem spurn-point ist das Kohlenfeuer des Leuchtthurms 80 f.und das der Leuchtmaschine 5Ö f. über das niedrige Meer erhaben; zu meppe hangtdas Drehfeuer wenigstens 40 f. über die niedrige See und bey Calais und memel han-gen die Lampen und Lichter hundert Fufs und mehr über das Meer empor. Wiehoch mag aber nicht der Leuchtthurm, welcher bey Boulogne sur mer auf die Falai-sen stand, gewesen seyn? Caligula hatte diesen mit 12 Galerien umgebenen Thurm,dessen umfang 200 Fufs betrug, bauen lassen! Er soll die nämliche Formj wie der-jenige, welcher bey dem schlosse nower sieht, gehabt haben. Die Römer nanntenihn Tunis ordans oder Turris ordensis, und in soulogne nannte man ihn la tourd’ordre. Er stand noch 1Ö43, aber leider hat die Gewinnsucht dessen Einsturtz be-fördert, denn die Einwohner öffneten an seiner Basis einen Steinbruch und verkauf-ten die steine nach Holland !

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