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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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§, 211« Die ungleichartigen Materialien, als nolz und steine, welche der Er-bauer an diesem Thurm angewendet hatte und dessen eckigte Form, so wie die ver-bind ung aller Theile, schien ein gegründetes miistrauen gegen die nauer des Gebäu-des zu erregen, und als winstanley im nov. 1705- einiger an dasselbe vorzuneh-menden Reparaturen wegen sich in plymouth befand , um sich einzuschiffen, riethenihm seine Freunde, während seines Aufenthaltes auf dem Leuchtthurm , vorsichtig zuseyn. Er aber schien von der Festigkeit seines Werkes so vollkommen überzeugt:dafs er nichts begieriger wünschte, als auf demselben den heftigsten sturm zu er-leben , um die Wirkung desselben recht zuzusehen. Leider wurde ihm dieser wünscherfüllt: in der wacht vom 26. auf den 27. nov* 1703., wo er sich auf den Thurmbegeben hatte, trieb der sausende orcan die fluthende See hoch auf gegen densel-ben, und so zerstörte sie das ganze Gebäude, dafs man bis auf die in den reisenbefestigte Eisen weiter keine spur davon entdeckte; und er wurde ein Opfer seinesrühmlichen Eifers, der ihm überdies einen vorschufs von 30Q3 rfund Sterling geko-stet hatte, wofür die unglückliche wittwe nur ein Jahrgeld von 100 pfund, aus demkönigl, Schatze erhält ! !

§. 212 * Winstanly’s verunglücktes unternehmen hatte zwar den Nutzen und dieMöglichkeit der Erbauung eines Leuchtthurms auf den Edystone - Felsen erwiesen;aber auch vorsichtiger in der wähl der Ausführung gemacht. Der Pächter der Ein-nahme für das Leuchtfeuer, capitain hovel oder Louvet , der den Thurm auf seineKosten erbauen und ihn 99 Jahr unterhalten mufste, weil er so lange die Leihe hat-te, wählte zum Architecten John nucLjerd und dieser talentvolle Mann zu seinen Ge-hiilfen, die Herrn smith und Norcatt , Eeyde waren schiffszimmerleute auf den k,Werften zu woolwich.

Rudyerd, indem er die Fehler des winstanleyschen Leuchtthurmes kannte, führ-te ein einfaches rundes Gebäude, in Form eines abgekürzten Kegels, ohne alle Ver-zierungen auf, um dem Wasser so wenige Anstofspuncte als möglich darzubieten.Die Oberfläche des Felsen Tab, 52. rig, 5. bildet einen Kreifs von 28 Fufs im Durch-messer. Die Grundfläche von Rudyers Leuchtthurm hatte nur 24 Fufs, Innerhalbderselben wurden 36 Locher, z. b. die in Fig. 5, Tab. 52 . mit zahlen bezeichneten,in den reisen gehauen, welche die eisernen Stangen oder Bänder c, x, Fig. 6., diedas Gebäude fest halten sollten, aufzunehmen bestimmt waren. Man bohrte je zweyLöcher von 2§ zoll im Durchmesser so neben einander in den Felsen, dafs ihr äus-serer Rand oben auf dem Felsen 7£ zoll, in einer Tiefe von 15 — 16 zoll, aber 8|Zoll von einander abstand. In die Mitte zwischen zweyen Lochern wurde ein drittesgebohrt, und darauf die übrige Felsenmasse mittelst eines viereckigten Meisseis aus-gehauen. So entstanden Höhlungen von der Gestalt eines Schwalbenschwanzes, welche2f zoll breit, oben 7f zoll, auf dem Boden 8| zoll lang und 15 — 16 zoll liefwaren. Zu jedem Loch wurde eine genau passende Stange a b Tab, 52. Fig. 7. ge-

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