Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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me zu befürchten waren, so verkürzte Hr. smeaton die östliche Ankerkette um 5Faden, und brauchte die damit gewonnenen 5 Faden-netten als Kabeltau, wodurchdieses vor dem verschleissen auf den Felsen besser gesichert wurde. Der Ankerplatzdieses scfaiffes wurde 300 Faden nördlich vom Felsen, bey 20 Faden Wasser, bestimmt*Wegen dem felsigten Grunde und dem grofsen Gewicht der Anker und netten durfteman es, aus Furcht die Anker zu zerbrechen, nicht wagen: sie plötzlich fallen zulassen, und sie nach und nach hinabzulassen, diente die gewöhnliche winde keines-weges. Diefs wurde aber mittelst eines grofsen von Hr. smeaton angegebenen in Lon-don verfertigten Flaschenzugs Tab* 54. Fig. 15. glücklich bewerkstelliget. Jetzt, daeine regelmäfsige communication zwischen dem vor Anker liegenden schiffe und demLande durch Ruderböte unterhalten werden konnte, gieng die Arbeit auf dem reisenrascher von statten. Von dem 27. August bis zum 14. sept. waren 177 stunden aufdem Felsen gearbeitet worden, und von den 6 stufen , welche von der niedrigstenStelle des Fundamentes bis zur obern Fläche des Felsens erforderlich waren, war dieunterste stufe mit ihren Vertiefungen für die verzahnten Steine ganz vollendet, diezweyte aus dem Rauhen geebnet, und ihre Schwalbenschwänze ausgemeiselt, die drit-te völlig geebnet und die Schwalbenschwänze aus dem Rauhen gearbeitet; die viertein gleichem zustand; die fünfte rauh gelegt, und die Schwalbenschwänze ausgemei-selt; die sechste geebnet und die Schwalbenschwänze aus dem Rauhen gearbeitet.

Von der spitze des Felsens war bereits die abhängige Fläche durch neil und Federn

weggesprengt, und es blieb nichts mehr übrig, als die obere Fläche durch die Pickelzu ebnen* Die Sprengung des Felsens durch neil und Federn bestand darin, dafs

man in der geraden Linie, nach welcher der Felsen springen sollte, eine Reihe Locher

7 bis 8 zoll von einander bohrte, jedes lj zoll im Durchmesser, und 8 — Q zolltief. In jeglichem Loche wurden zwey halb cylindrische eiserne neile, (Federn ge-nannt) mit den dicken Enden unten eingesetzt, und ein dritter eiserner neil zwischenihnen eingeschlagen, welcher die Federn nach einer auf die Richtung des Spaltes senk-rechten Linie auseinander trieb, und wenn dies bey allen Lochern zu gleicher zeitgeschah, den Felsen in der verlangten Richtung wegsprengte. Es war nicht zu be-sorgen , dafs der Spalt zu tief einrifs, weil, wie schon erinnert worden ist, der Fel-sen aus parallelen abhängigen schichten bestand, und daher stücke einer schichteweggesprengt wurden. Um den steinen, die sowohl die stufen des Felsens ausfüllen,als auch den obern Theil des Fundaments bilden sollten, die gehörige Gestalt zu ge-ben, liefs smeaton genaue Modelle verfertigen; ja, für jeden einzelnen stein, der aufdie stufen des Felsen zu liegen kam, mufste ein besonderes Modell verfertiget wer-den. Hingegen bey den Lagen über dem Felsen diente ein Modell für eine ganzeLage. Mit dem 14. September ward die Witterung ungünstig, und es konnte nichtmehr anhaltend auf dem Felsen gearbeitet werden; doch wurde bis zum umrifs (Tab.52. Fig. 2.) der 7ten sleinlage alles Hinweggenominenc geebnet, bis endlich der win-