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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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schlägt. Wollte man aber das Leuchten der Lampen mit neverbcrn vergrüfsern (alsowar vorher die Rede von blofsen Lampen) so sey eine zusammeugesezte künstlicheVorrichtung nothwendig. Die Reverbern seyen nämlich mir dann von grofsem Ef-fecte , wenn die Flamme der Lampe den isrennpunnct des Hohlspiegels trifft. In demnördlichen Klima Dänemarks finde übrigens bey dem Gebrauch der Lainpenfeuer nochder ungünstige umstand statt, dafs die Gläser der Laterne oder Leuchtkuppel, welcheaus dickem Spiegelglas bestehen müssen, zur winterzeit mit eis beschlagen sind;welches die von dem Kohlenfeuer verursachte wärme nicht zulasse, (ein Bestimmungs-grund , der für nördliche Länder wichtig ist) dessen Flamme auch durch die ange-laufenen Glasscheiben stärker leuchte, als die' Lampenfeuer. Wiewohl man daherbey Errichtung eines Leuchtfeuers die Localität zu nathe ziehen müsse, so sey dochein Kohlenfeuer daselbst zu wählen, wo das Leuchtfeuer auf weiten Distanzen gese-hen werden solle. Da , wo das Holz zu billigen preisen zu haben sey, könnte mansich dessen auch statt der Steinkohlen bedienen. Die Erfahrung werde alsdann baldzeigen, welcher nolzgattung man sich bedienen müsse. Jedoch sey das steinkohlen-und Holzfeuer in eine Laterne einzuschliefsen und auf einem Feuerkorb -iiecrd zubrennen, dessen construction unten gezeigt wird. Mit geringem Kosten werde in-dessen an den meisten orten das Lampenfeuer zu unterhalten seyn. „

„So wie es bey Errichtung eines Leuchtthurmes nothwendig sey: die nahenFahrwasser und die Küste genau zu kennen, mithin eine Karte vor sich zu haben;so müsse auch zugleich auf den umstand geachtet werden, dafs die Helle sich nachdes Leuchtfeuers Bestimmung: ob es in der Nahe oder Ferne gesehen werden sollte,selbst richte. Sey es auf einer Landspitze anzulegen, um blos dazu zu dienen, dafsder Seemann die nahen Klippen und Sandbänke vermeide: so müsse es so hell undhoch als möglich seyn. Werde am Eingang eines Hafens ei« Leuchtfeuer, welchesder Seemann nicht von weitem sehen darf, errichtet: so sey ein Fanal von Lampen,deren Anzahl sich je nach der Erfordernifs vermehren lasse, hinreichend. Müssesich aber der Seefahrer nach diesem Feuer alligniren: so sey in diesem Allignement,hinter die Lampe , ein Hohlspiegel zu setzen. Ja, in einer zu engen vassage könneein zu helles Leuchtfeuer nachtheilig werden, weil der Steuermann sich noch weitdavon wähne , wenn er schon in dessen Nähe sey, mithin dadurch verführt werde,auf die entgegengesetzte Küste, worauf ein minder helles Leuchtfeuer brennt, loszu-steuern, wo er dann dieser zu nahe kömmt und wohl gar an ihr scheitert. (Inciditin scyllam qui vult evitare charybdim). Längs den schmalen Fahrwassern müfstenüberhaupt viele Leuchtfeuer angelegt werden, und diese sich durch besondere Ab-änderungen unterscheiden. Ausser den vorgetragenen hierzu anzuwendenden Maafs-regeln kann man auch auf einen Leuchtthurm zwey oder drey Etagen-Leuchtfeueranbringen. „