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Herr von töwenörn drückt sich nun in seinen Briefen ferner aus, wie folgt:„ dafs ein zu niedriges Leuchtfeuer nachlheilig seyn kann, davon war das ehemals aufder Insel Anholt im dänischen Meer befindliche ein Beweis, Es wurde nämlich nursichtbar, wenn sich der Seefahrer bereits in der Nähe der Klippen befand, die erdoch vermeiden sollte. Ja wegen dieses geringen Scheins war, bey einem trüben Wet-ter, der Steuermann ungewifs, ob er es sehen oder nicht sehen würde. Das Gou-vernement liefs daher mit grofsen Kosten einen Leuchtthurm, worin die Lichtmassesich 112 schuh über das Meer erhebt, erbauen. Da aber des Feuerkorbes Durch-messer grofs und die Flamme sehr hell und stark war, so wurden die Seefahrer zudem entgegengesetzten wege verleitet, das ist, anstatt dafs sie ehemals wegen desniedrigen und geringen Leuchtfeuers auf die Insel Anholt zusteuerten, jetzt sich denschwedischen Küsten zu sehr näherten, und von der besagten Insel abhielten. Umnun auch dieser Unbequemlichkeit abzuhelfen und dennoch das hohe und helle Leucht-feuer auf Anholt heyzubehalten, liefs ich an der halben nöhe des Thurms, nach derSeeseite zu, eine Laterne mit neun i.ampenbüchsen anbringen , welche von ddm In-nern des Thurms geleert und gefüllt werden. Dieselben mufsten natürlich nach ostenzu angebracht werden, um die nach dieser weltgegeud unter dem wasser fortlau-fende Bank anzudeuten,.welche nämlich eine Fortsetzung der Insel ist,,,
„Was die nöhe der dänischen Leuchtfeuer anbetrilft, so sind sie nach dem lo-cal sehr verschieden , je nachdem sie weit von der See aus gesehen werden sollen.Der Leuchtthurm auf der Insel sornholm ist auf einer Höhe, die 255f- Schuh überdem Meer liegt, errichtet, folglich war es unnöthig, hier ein solches Gebäude aufzu-führen, und so steht der Feuerkorb 272 schuh über dem Meere (Tab. 91. Fig. 1 . 2.und 3.) *)♦ Im Allgemeinen sind die dänischen Leuchtfeuer so construirt, wie esrig, 4. 5. und 6. zeigt, wobey die Treppen nicht angedeutet sind, die von aussenoder im Innern angebracht werden. „
*) Folgende Notiz wegen den dänischen Leuchtthürmen habe ich mir irgendwo äusgezogen. Ich glaube,aus den geographischen Ephemeriden. Im Jahre 1778, ist auf der Insel Anholt ein runder Leuchtthurm50 Elten hoch und. j 3 Ellen im Durchmesser erbaut. Der Feuerkorb hat 5 Schuh im Durchmesser undist 2' 9" hoch; über dem Meere aber 112 ruts erhoben. Nicht weit davon brennt das oben erwähnteLampenfeuer,
Nach einem Bericht des Hrn. v. LÖwenörn ist von demselben im Jahre 1805. auf diesem Leucht-tliurm zu Anliolt ein Laternen - Gebäude errichtet, dessen Durchmesser 16 Schuh beträgt. Dabey wirdjährlich eine beträchtliche Quantität Steinkohlen erspart, wiewohl das Feuer leuchtender und höher alsehemals brennt, und der Dienst des Feuerwärters sehr erleichtert ist.
Im Jahre 1799. wurde auf dem Vorgebirge Skuddesnaes an einer Stange 000 Schuh über das Meer,eine Lampe errichtet. Auf rindesnes aber ein20 Schuh hoher xhurm, worauf ein Kohlenfeuer brennt. Indem folgenden Jahr in der Nahe von Helsiugör ist auf den beyden Thürmen gleichfalls ein Kohlenfeuereingerichtet. Auf dem Kronenburger Schlofsthurm aber ein Lampenfeuer.
Zugleich bemerke ich, dafs das Kohlenfeuer auf Helgoland vor der Elbe - Mündung, 216 Schuh überdie Oberflläche des Meeres liegt.