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$. 105. Die Auswässerung des Loopicker - wciards geschieht ohnweit Folsbroekund schoonhoven in den Flufs oder canal, die vlist (Tab. 39 u. 40.) genannt, und vondiesem in die rssel östlich Haesdrecht oder in den Leckflufs bey schoonhoven, je nach-dem dieser oder jener Flufs niedrig steht. Aus der vlist aber wird das Binnenwasserauf einen Busen (Kolk) bey Hasdrecht (Tab. 40.) durch dreyzehn wurfradmiihlenaufgeworfen. Da diese den waard vom Wasser nicht vollkommen befreyen, so istvorgeschlagen: noch neun wurfradmiihlen zu etabliren, wovon auch der Krimpener-waard profitircn sollte. Zu diesem Ende sollten beyde Bezirke einen namrn beyHaasdrecht , unterhalb der polsbroecker - schleuse , anlegpn, welcher nach dem neckgehen sollte , um das sämmtliche Binnenwasser in die Yssel zu entlasten. Weil abereine natürliche Auswässerung nicht erhalten werden kann, so sollte sie also künstlicheingerichtet werden. Folgende eingedeichte Polder sollten neun wurfradmühlen bekom-men : als der Polder von de Hooge-ßiezen eine; der Agtersloot- und Broeck-zweye; derneeswyker-Polder eine; willeskop und Blokland eine; Berschop zweye; Dykveld undvliet eine; Roosendaal eine ; Honkop eine; zuid - und Nordpolsbroeck eine. Uebri-gens ist der noopiker-waard wie Tab. 39 und 40. zeigen, ganz mit einem Deicheeingeschl'ossen.
§. 10Ö. Der Krimp euer -waard (Tab. 35. 40 u. 41.) wässert aus in den leckflufs,nämlich durch die schleuse bey Bergambagt (Tab. 35.); bey Leckerkerk durch dieschleuse, nuikersluis genannt. (Tab. 31.) In den Meerwede-Flufs mittelst der schleuseunter Krimpen , bey welcher der Busen liegt, auf dem die Schöpfmaschinen dasEinnenwasser aufmahlen. (Tab. 31.) In die vssel hat der waard, von Roosendaal biszur ysselmündung, eine natürliche Auswässerung , vermittelst neunzehn auf den an-gegebenen Gräben liegenden schleusen, wovon einige mit zahlen bezeichnet sind,(s. Tab. 40.) Indessen wird auch diese Auswässerung, wiewohl sie in allen durchsieben und zwanzig schleusen bewerkstelliget ist, immer mangelhafter, weil das Bettder idüsse sich erhöhet.
$. 107. Mit der Auswässerung des Älblasser-waards (Tab. 31. 39 und 40.) isteine noch weit nachtheiligere Veränderung vorgegangen. Bey Elshout wo sie sonstdurch die schleuse (in den leckflufs) natürlich war, mufste ein Sammelbusen undzwölf schöpfmühlen angelegt werden, weil das Bett der Yssel sich erhöht hat. Dortwässert der waard durch zwey mit dem Busen in Verbindung stehenden schleusenin den Leck aus. Beym Alblasser-Damm durch eine schleuse in die Meerwede; beyAinmers durch die schleuse, die an dem sammelbusen liegt, auf welchem achtMühlen — i. J. 1739 gebaut — das Binnenwasser aufmahlen; ferner durch die Nieu-poortsche - schleuse in den Leckflufs ; und endlich bey Giesendam mittelst der cigse,durch die dortige schleuse, auf die Meerwede.
Diesm? waard ist sehr oft durch ueberschwemmungen heimgesucht worden, undes wäre zu wünschen, dafs zweckmäfsige Vorkehrungen getroffen würden, um dasII. Bd. 41
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