Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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rannerden und parik gelegenen schleuse auf den pannerdenschen canal aus; 2) deriinge-Flufs, welcher in der Betouwe ohnweit der stern-schanze (xab. 27.) entspringt,führt das wasser nach Gorkum (xab. 28. 29 und 30.) und daselbst in die Meerwededurch die in Gorkum liegende schleuse, welche auch die militärische Inondationbewirkt; 3) Die vor den Haupt- oder Banndeichen des Rheins und der waal liegen-den Bezirke werden auf den Niederrhein und auf die waal entwässert, und zwardurch alle diejenigen schleusen, welche auf xab. 14. 27. 28. 29. 37 und 38. an-gegeben sind.

$. 111. Die Auswässerung der vünfherren - Lande, oder desjenigen Landes,welches zwischen dem Aals-Deich (xab. 36.), der hinge und dem Leck, so wie demzouwendeich (xab. 35.) liegt, geschieht durch alle auf xab. 30. 35 und 36. deutlichangegebenen schleusen, und die der wifsbegierige Leser auf diese Kupfer leicht auf-finden wird. Die angeführten Kupfer zeigen : dafs die Auswässerung nicht mehr na-türlich , sondern künstlich, bewerkstelliget ist, weil darauf die mit w oder mit suoo-lens bezeichneten oder mit ihren Namen beschriebenen Schöpfmaschinen stehn. Wirfinden deren nämlich ein und vierzig an der zahl, die das Binnenwasser auf dieverschiedenen sammelbusen oder Fang-Gräben auffördern. Von diesen fliefst es danndurch die schleusen in den hinge - und heckßufs, oder unmittelbar in den canal*die zouwe genannt, welcher sich ohnweit Arneiden (xab. 35.) durch die in denLeckdeich liegenden schleusen, in den neck entlastet.

Drey Deiche sind es also, welche die zwischen dem Linge - Flufs der Meerwedeund dem Leckflufs liegenden Landesbezirke vor ueberschwemmungen beschützen sol-len, wenn gleich die längs dem Landstriche, den man Betouwe nennt (s. xab. 27.28. 29 und 36.) , und längs der waal und dem Rhein liegenden Deiche , durchge-brochen sind. Diese Deiche sind nämlich: l) der Aalsdeich (xab. 36.), welcher amneck bey Beuzichem anfängt und bey nuuren an den hinge - Deich anschliefst. Derzweyte Deich ist der oberhalb Leerdam (xab. 29.) an der Linge anfangende undunter cuulenburg (xab. 36.) an dem Leckdeich endende Dief - Deich, und der dritteist der zouwen- Deich, (xab. 35.) Dieser letztere deckt den Älhlasser-waard gegendiejenigen Hochgewässer des Rheins und der waal, welche bereits die Hauptdämmedieser Flüsse durchbrochen haben.

Ist es aber nicht auffallend, dafs man statt so vieler Deiche, die bey Eisstopfun-gen und der dadurch entstehenden hohen Anschwellungen der Flüsse , überströmtwerden — nicht lieber den obern-Deich (d. i. den Aalsdeich ) so wie die Rhein -,heck-, hinge- und waal- Deiche , zur erforderlichen Hohe bringt? Wenn man sol-che über das Ganze sich erstreckende maafsregeln ausführen wollte, ja da müfsteauch auf die correction der Flüsse selbst Bedacht genommen werden! Doch ich be-ziehe mich auf dasjenige, was ich hierüber im ersten Bande vorgetragen habe!

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