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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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des Rades, und durchkreuzen sich, indem sie die triangelförmigen schaufeln h bil-den , die von Bambusrohr geflochten sind. Die Schöpfbutten, welche von einemKranz zum andern, und zwar geneigt unter einem Winkel von 25 Grad liegen,sind von Bambusrohr ausgehölt. Indem für das Rad mittelst dem stofs des Stromesauf die schaufeln herumgetrieben wird, so füllen sich die Butten l, und wenn sieoben kommen , so leeren sie sich , vermöge ihrer tage, in die Rinne p. Die Rad-arme , welche gleichfalls von Bambusrohr sind, erhalten durch einen dritten Kranzgg, Fig. 29., welche an die Arme in ihrem vereinigungspunkte befestigt ist, mehrSteifigkeit.

Ein nicht gemeines verdienst bey dieser Maschine besteht darin, dafs sie mitAusnahme des Gerüstes, welches die w T elle trägt, so wie dieser welle selbst, durch-aus nur aus Bambusrohr gemacht ist, und weder schrauben noch Nägel hat. DasRohr selbst aber ist mit Bast zusammen gebunden. Dergleichen schöpfräder sind20 bis 40 schuh im Durchmesser grofs, und dieses hier ist 30 Fufs. Es hat zwan-zig schöpfbutten, deren jede vier schuh lang und zwey zoll im Lichten weit ist.Dieser Einrichtung ist, was das schöpfmannover anbetrift , das grofse Wasserrad inBremen , welches in BÜsch’s Hydraulik beschrieben ist, sehr ähnlich, nur dafs dieSchöpfbutten viereckig, und unter den relgen oder den zwey Kränzen des Radesangebracht sind, anstatt sie hier auf die Kränze stehen. Das schöpfrad zu Bremen hat, wie mir im Jahr 1798 an ort und stelle versichert worden ist, ein und fünfzigschuh im Durchmesser, sieben schuh breite, und 8 -§ schuh hohe schaufeln. Vonden sechszehn schöpfkästen fast jeder über vier cubik-schuh wasser, indem er neunschuh lang, 18 zoll hoch, und 9 zoll breit ist. Die in Schweden geschmiedeteWalze der welle wiegt tausend pfund.

§. 23. Einfacher ist gleichwohl das Tyroler schöpfrad, Fig. xn. Tab. 83. Das-selbe hält 20 bis 30 schuh im Durchmesser, und dessen welle f ruht auf einem auszwey Balken (hier Rahmstücken) d e , und einem von nolzwerk zusammen gesetztenGerüste g. Auf den hintern Theil d k des Rahmens de, welche die welle und dasRad trägt, und den man aufwärts und niederwärts mittelst der in dem pfähl befind-lichen stell-nöcher k, durch die ein Holz gesteckt wird, stellen kann, liegen steine,welche fast das Gleichgewicht mit dem schöpfrade halten. Auf diese weise wirddas Rad , je nachdem der Strom steigt, gehoben. Die zwey Rahmstücke d e tragenauch die Gufsrinne c, mittelst den streben - oder xragliölzern i i. Die schaufeln Z mdieses Schöpfrades sind 2 / 9" breit, und 10" hoch. *) - Sie sind an einem durch dieMitte des Kranzes durchgehenden 4" starken Holze o schräge befestigt. Durchjede Schaufel geht mm eine hölzerne 3 zoll starke scheide mp, welche an der in-nern wand einer jeden Butte a hinstreicht, und woran die mit zwey haseinen nän-

*) In der unten vig. xu. stehenden Fig uv ist der pfeil verkehrt gestochen.