Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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dern 2, 1, gebundene Butte selbst mit hölzernen Nägeln befestigt ist. Die 6 zollim mittleren Durchmesser habenden Butten sind nun dergestalt schräge gestellt,dafs sie mit ihrer Mündung der wasserschaufel vorstehen, folglich das aufgeschöpfteWasser in die Gufsrinne c ausleeren, von welcher es durch eine oefnung mittelsteiner auf einem hölzernen Gerüste liegenden Rinne, nach den zu bewässerndenwiesen geführt wird. Ein solches Rad macht in dreyfsig bis 40 Sekunden einenumlauf, und hat l6 bis 32 Butten, je nach der Geschwindigkeit des Stromes, die3 bis 6 rufs in der Sekunde beträgt. Ausser den wellzapfen ist an dieser Maschinealles von hoIz und sehr leicht, so dafs sie wenig kostet.

In Tyrol und vorzüglich im veronesischen habe ich auf dem Etsch -Flusse ober-halb verona auch schöpfräder zum Behuf der wiesenbewässerungen angetroffen, de-ren Rand hohl ist, und oefnungen hat, aus welcher sich das Wasser ergiefst. Die-selben sind aber von geringem Effekt, als das oben beschriebene schöpfrad.

§. 24. Jetzt will ich ein schöpfrad (s. Tab. 103.) beschreiben, welches wegenseiner Einfachheit und dem dadurch für die wiesenbewasserung entstehenden Nutzennicht genug empfohlen werden kann. Es ist nämlich das Seite 2Ö0. erwähnte, inder Rednitz im Königreiche Baiern in Gebrauch sejende , welches ich daher dasBaierische - schöpfrad nennen mochte, wiewohl es asiatischen Ursprungs, und demTyroler schöpfrade ähnlich ist.

Das Strauberrad (Tab. 103. Fig. 4. stellt die Ansicht, flufsabwärts genommen, vor),mifst von dem obern Theil des Kranzes bis zum untern zwölf Nürnberger schuh ,und diese Kränze stehen von einem äufsern Rande bis zum andern, das ist zwischend und e , V 8" auseinander. Die auf diesen zwey Kränzen unter einem Winkelvon 80 Grad gestellten 24 schaufeln, haben eine Lange von 8' V 1 , und eine Hohevon 10." Sie sind mit gespaltenen Bandweiden i dergestalt auf die zwey Rade-kränze , befestigt, so dafs vor der schaufei ein hölzerner keilförmiger Nagel durchden Kranz geht, zwischen dem und der Schaufel dieses Band steht, um welcheSchaufel es gelegt ist. Die einzelnen Theile eines Kranzes bestehen aus krummge-wachsenen Kiefern, und wo diese übereinander geschiftet sind, hat man an denseiten zwey \ zoll starke Backen, auf eine Länge von 3', angebracht. Achtzehnschöpfgefässe oder Butten sind an jedem Kranze (also 36 im Ganzen) dergestalt mitzwey hölzernen dadurch gesteckten Nägeln befestigt-, so dafs immer drey Buttenhintereinander folgen. (Siehe den geometrischen seiten - Aufrifs Fig. 2.) Sie sind mitder Horizontal-Ebene unter einem Winkel von 10 Grad gestellt. Es stehen nämlichdie schöpfbutten auf diese weise mit ihrer Ausgufs - Mündung unten 6" von demäufsern Rande des Rade-Kranzes nach Innen zu, und mit ihrem Boden drey .zollgegen die Peripherie des Kranzes , als welches der durch die Erfahrung beym schö-pfen und Ausgufs, ausgemittelte vortheilhafteste Winkel ist. Der zapfen von derwelle ist 1 | bis 2 zoll stark, und nur dieser so wie die vier Reifen auf der