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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Eine Maschinerie, deren sich perronet beym Ausschöpfen des Wassers aus den Bau-stellen der Brüchen bediente, und die er ROue a godets, nannte. Er zieht dieselbenin Rücksicht des ökonomischen Effektes allen übrigen von ihm gebrauchten Maschi-nen vor. Defswegen ist dasselbe auch bey dem Brückenbau zu Mantes , NOgent surSeine, seully und Orleans gebraucht worden. Perronet (p. 3Q. Tom. i.) giebt denEffekt des einen bey Neully gebrauchten Schöpfrades zu 5400 cubik- schuh in einerstunde (bey 12 Fufs Förderungs - Hohe) , an. Folglich brachte in dieser zeit jederder 12 Kasten 450 cubik - schuh auf, welches dem Effekt eines Paternosterwerksgleich kommt. Jeder Kasten enthielt 4 cubik - schuh Raum , er schöpfte aber nur3 cubik-schuli wasser. Wie sich ein solcher Kasten abwickelt, indem das Radherum geht, d. i., welche Lage er nach und nach annimmt, das zeigt die 10, Fig.Tab. 88., wo t die stärke des Rades (v hinter, u vor dem Rade) vorstellt.

Die Einrichtung dieses schöpfrades ist folgende : Ein Kastenrad oder schöpfrade Fig. l., 4., 5. und 8. Tab. 88. wurde mittelst eines grofsen Schaufelrades a, dasüber einem von einem Fangedamme gebildeten wassergange dergestalt auf ein in denFlufs geschlagenes Rahmgerüst hieng, welches man, je nach dem Stande des Flusses,mittelst seile und winden Fig. l., auf und nieder lassen konnte, in Bewegung ge-setzt.

Da die seine, bey einem Wasserstande von 3' 10" 6"' über den niedrigsten, nurmit 2' 5" Geschwindigkeit flofs *), so mufsten die schaufeln des Wasserrades sehrgrofs gemacht werden. Bey dieser wasserhöhe wurden l6 Kasten an das schöpfradbefestigt. Insofern das Kastenrad c Fig. 5, 108 Fufs von dem wasserrade a ent-

fernt seyn mufste, und jenem von diesem die Bewegung mittelst eines Vorgeleges,—das ist mit zwey Drehlingen e, g und zweyen Stirnrädern, wovon das eine an dasWasserrad und das andere an das schöpfrad angebracht waren,— gegeben wird: sodachte perronet auf die beste Einrichtung dieser 108' langen Drehlings - welle efhgnach. Dieselbe wurde 13' stark, aus fünf stücken zusammen gesetzt, wie die ober-halb Fig. Q stehende Figur im Detail zeigt, wovon ein Stück über das andere bey fgeschiftet um mit 4 eisernen Bändern verbunden wurde. Da diese welle mit ihrer Ar-matur und den zwo Drehlingen 8000 pfund wog, so war es begreiflich, dafs man sienicht ohne Unterstützung oder Aufhängung frey bewegen konnte, weil diese Last sie durch-gebogen haben würde. Perronet wählte nun statt der gewöhnlichen Unterstützungen

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*) Die Neigung der Seine verhält sich zur Länge wie i : 8705. Die geringe Geschwindigkeit Von s . 1 5 (/ , machtedaher die Einschränkung des Wasserganges, Uber welchen das Wasserrad gehangen wurde, nothwendig.Vor den Wassergang stand die Seine 5 " g"' höher als bey den Schaufeln. Das Kastenrad machte 3 1/3Umgänge in der Minute, anstatt dafs das anfänglich erwähnte 2 ifz Umgänge machte. Mit 12 Kastenförderte es 9600 Cubikschuh Wasser in der Stunde auf, und es wurden die 4 Cubikschuh haltenden Ka-sten bey dieser Geschwindigkeit fast ganz gefüllt. Bey diesem grofsen Effekt wurde das Wasser aber nursechs Schuh hoch gehoben,