Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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wählte man Drehlinge, die nur zwey schuh im Durchmesser hatten, aber die Reibungder zähne zwischen die Triebstöcke war so stark, dafs man gezwungen war, diesenbis auf vier rufs zu vergröfsern. Eine solche Maschine kostete, wenn sie ganz fer-tig da stand, 4442 Livres und wog 20155 pfund.

§. 27. Es giebt noch andere Arten von schöpfrädern mit Kasten, worunter diemit beweglichen Kästen die brauchbarsten sind, wie ich denn ein solches zu colbergin pommern gesehen habe, welches von gutem Effekt ist und das, so viel ich micherinnere, eben so construirt war, wie das von uelidor Tom. 1. §. 783. beschriebene,welches ich hier Tab. Ql. Tig. 33., 34. und 35. .aufnehmen will, da es bey den wie-senbewässerungen oder zur vertheilung des Wassers aus einem Flusse nach stadhbrunnen sehr gute Dienste leisten kann. Dieses unterschlächtige Wasserrad hat, wiegesagt, bewegliche Kasten a. b., die mit einem eisernen Bolzen an die Kränze desRades befestigt sind, indem sie durch beyde Kränze gehen. Kömmt nun der Eimerb bey dem vertical stehenden Holze d an, so mufs er das wasser in die Ausgufsrinnec ergiefsen, von welcher es durch eine oefnung weiter geleitet wird. Es ist sonachklar, dafs das Ausgiefsen schnell vor sich geht, welches bey denen an dem Umfangdes Rades befestigten F.imern nicht der Fall ist, die sich langsam ausleeren, daheröfters viel wasser verschütten.

§. 28. Zu den schwerfälligsten und kostbarsten schöpfmäschinen kann man dasSchnecken-, zellen- oder Trommelrad (Fig. 3. 6. und 7. Tab. 88.) zählen; dessen be-reits vitruv erwähnt. Diese Maschine besteht, wenn sie durch das Gewicht der Men-schen oder Thiere, mittelst Auftreten oder Niederdrücken, in Bewegung gesetzt wird,aus zweyen Rädern: nämlich aus den mit spiralförmigen zellen Fig. 7. und be Fig.6. versehenen schöpfrade. Wenn dasselbe mittelst Niederdrücken bewegt w r ird, sohat es an beiden seiten Handhaben, wie Fig. 6. zeigt. Wird dasselbe aber mittelstAuftreten herumgedreht: so ist das zellenrad an ein gewöhnliches Trettrad befestigt,welches zugleich die Steifigkeit der ganzen Maschine bewirkt.

Um den hohlen und unbeweglichen Theil der welle, wodurch ein zapfen geht,bewegt sich die Trommel a und die darüber passenden spiralförmigen zellen Fig. 7.Beydes wird zum besten aus Blech gemacht. Dieses zellenrad ist auch mittelstzweyer seitwärts desselben befestigten Stirnräder, die von zwey an einer gemein-schaftlichen welle befindlichen Drehlinge umgedreht werden, in Bewegung zu setzen.

Nach der Einrichtung, die sich perronet bey dem Brückenbau (Tab. 88. Fig. 3.6. und 7.) bediente, waren an den seiten des Rades, auf ein Gerüste, 12 Mann ge-stellt (an jeder Seite sechs) welche die in Fig. 3. gezeichneten Hölzer oder sprossen desRades, mit den Händen nach und nach herunter drückten. Von aussen hatte es die con-struction Fig. 3. und 6. Damit das zellenrad eine Steifigkeit erhielt, dazu dientedie Holz-Verbindung Fig. 3. Die Einrichtung der zellen zeigt Fig. 7., wo der Queer-schnitt der Trommel gleichfalls erscheint. Wie das aufgeschöpfte wasser wieder in