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sprossen durch die nuthen gehn zu lassen, solle man sie auf dieselben mit schwalben-schwanzförmiger Fügung einlassen, e ) Die letzten sprossen sollten nur drey schuh zur Breite erhalten, f) Die vier Flügel müsse man auf 10 schuh Abstand von derwelle mit eisernen Stangen kuppeln oder in Verbindung bringen.
Diese vier letzten Mittel scheinen die befsten zu seyn, nur müfsten statt der ei-sernen Stangen, seile, welche nachgeben und die Elasticität der Flügel nicht gänzlichaufheben, gebraucht werden, welche mittelst Rollen fest anzuziehen wären.
Zu den Verbesserungen der windmiihlflügel, mufs allerdings diejenige Einrich-tung gezählt werden, welche die Herrn van Deyl in Holland angegeben haben unddie von dem Professor Aenae, in seiner verhandeling over de Molenwieken, beschrie-ben ist. Sie besteht kürzlich darin: dafs jede Hälfte der Ruthe, so weit die sprossendarauf gesetzt werden (also jeder Flügel) in 6, 8 , bis 10 gleiche xheile getheilt wird.Die zweyte sprosse von der MÜhlaxe gerechnet, wird unter einem Winkel von 35 Gradl6 Minuten mit der Bewegungs-Ebene gesetzt, wo also der Einfallwinkel 54 Gr. 44 M.grofs wird. Eine Gröfse, die zuerst parent und Belidor Tom. 1. §. 847. festsetzte.Auf dieser Normalsprosse werden die übrigen dergestalt gestellt, dafs sich die Tangentender Einfallswinkel wie der Abstand der sprosse von der MÜhlaxe verhalten. Die spros-sen werden auf die Ruthen gelegt. Die mit diesen Flügeln angestellten versuche ha-ben zwar gezeigt, dafs sie einen gröfsern mechanischen Elfekt geben, aber zwo um-stände scheinen ihrem Gebrauche sehr entgegen zu stehen, a ) weil sie, nach dem Endezu, einen stärkern Stofs als die gewöhnlichen leiden, folglich leichter in der Nähe derMÜhlaxe brechen, 6) und die segel, wegen des grofsen Einfallwinkels und des stofsesvom winde auf das Mühlgebäude, stärker gegen die sprossen und Ruthen angeschlagenwerden oder Klappern, mithin in kurzer zeit ruinirt werden. Dieses schlottern undAnschlägen der Segel habe ich an der bey der nortenaarschen vaart ohnweit der Drecht(Tab. 40.) gelegenen wurfradmiihle, wahrzunehmen Gelegenheit gehabt. Bey grofsenMühlen scheinen daher diese Flügel nicht vortheilhaft zu seyn.
§. 47. Nach diesen alle Windmühlen betreffenden Anmerkungen, komme ich aufdie wurfradmühlen zurück. Derselben giebt es in Holland eine unzählbare Menge,nicht etwa von einer kleinen Gattung, sondern von einer grofsen, wovon eine gegen-wärtig 25 bis 28000 fl. kostet. Der ökonomische Effekt, den sie leisten, ist beynahedem der grofsen Wasserschrauben gleich. Es ist daher gewifs nichts überflüssiges,wenn ich dabey noch etwas verweile. In den neuesten Zeiten hat man bey ihnen da-durch eine Verbesserung einführen wollen, dafs man die wurfräder, welche fast ver-tical standen, unter einem Winkel mit dem Horizont legt. Diese heifsen schieflie-gende wurfräder.
Ehe nun die bey diesen Maschinen in Holland angestellten Beobachtungen ange-führt werden, will ich liefern ein Ver-