o
412
3icke an den pfähl (Vig. 18. Tab. 85.) geschürzte pfahlthau über zwey Rollen oo,Fig. 55. xab. 83., die in einem viereckigen Holze d d befestiget sind, und welchesin einem im obern Theil der Maschine befindlichen zapfen t gedrehet werden kann»Diese Vorrichtung wird rrietzkopf genannt, weil mit dem pfahlthaxi der Rammpfahlaufgezogen werden kann. Wenn diese zapfen aus festem Holze oder wurzeln ge-macht werden, so kann man sie in einer Halbkugel endigen lassen, und in oelsieden, wo sie alsdann in eine concave Hülse, von gleich festem Holze, stehen mögen.Auf diese weise werden sie sich leicht bewegen. Von demselben 'rrietzkopfe gehtdas pfahlthau nach einer welle iv (Fig. 11.), welche auf den Seitenstützen mit za-pfen läuft, und mittelst zweyer Arme umgedreht wird.
§. 65. Ist der pfähl s mittelst des pfahlthaues- p, unter dem Rammklotz a der-gestalt gesetzt, so dafs die Läufer der Ramme mit der ihm, je nach den Absichtender Fundirung gegebenen Stellung, in einer und der nämlichen Richtung fortgehen,und ist der pfähl vermöge seiner eigenen schwere, oder wenn man mit einenHammer daran geschlagen hat, oder auch durch Drehung, von der einen zur andernSeite, oder endlich durch vorbohrung , etwas in den Grund gerückt: so wird umdenselben und den Läufern das rlorthau t geschürzt, welches dazu dient, um denpfähl in der senkrechten Lage, während er eingerammt wird, zu erhalten. Zwischenden Läufern und dem pfähl wird ein Holz m , der Abhalter genannt, gelegt, welchermit einer Kerbe versehen wird, worin das rlorthau eingreift. Anstatt des Florthauesbedient man sich auch einer Kette, und wenn der pfähl sich von der ihm zu ge-benden Lage zu entfernen strebt, mufs denselben ein zimmergeselle, vermittelst einerdurch die Kette zu steckenden eisernen Brechstange, in der erforderlichen Richtung zuerhalten streben. Da zuweilen der Rammklotz auf eine gewisse Höhe erhalten werdenmufs, wenn nämlich etwas an der Maschine zu verändern ist, so werden in dieLäufer, äuf 6 schuh Abstand, kleine Locher n gebohrt, in welche man hölzerneoder eiserne Nägel steckt, worauf der Rammklotz ruht. Bey dem Dockenbau zuBrest wurde aber der 1200 pfund schwere Rammklotz , mittelst scheerntackl schwe-bend erhalten, während man sich eines leichtern Klotzes zum Einschlagen der klei-nern pfähle bediente.
§. 66. Der Rammklotz hat, bey den gewöhnlichen zugrammen, eine schwerevon 250 bis 140Q pfund; denn bey einem schwereren Rammklotze haben-die ziehen- .den Arbeiter nicht naum, um mit vortheil ihre Kräfte beym Niederziehen der Zug-seile anwenden zu können. Bey den Kunstrammen ist dessen schwere 1200 bis2000 pfund, ja bey der alten hölzernen Brücke von saumur hat man einen Ramm-klotz von 4000 pfund schwere gebraucht, um die 45 bis 50 schuh langen, und^0 bis 24 zoll dicken pfähle einzurammen; und bey der neuen massiven Brückeda&elbst, wurden eiserne Rammklötze bis 1700 pfund schwere angewendet. (Cessartdescriptiou des travaux hydrauliques pag. 1Ö0.) Auch perronet (Tom. i. pag. 100.)
*