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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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gebraucht bey den zugrammen schwerere eiserne Rammklötze, als man gewöhnlichangewendet hatte, nämlich 1200 bis 1740 pfund schwere. Ja! Regemortes rammtezuletzt mit 1500 pfund schweren metallenen Klötzen die Spundwände bey der Brü-che von moulines ein. Am Rand der schiffsdocke bey Toulon wurden die demsel-ben einschliefsenden pfähle mit einem 2500 pfund schweren Hammklotze, der 12 Fufshoch gehoben wurde, 10 schuh in den Grund getrieben.

Der Rammklotz besteht aus Eichen-, Eschen-, clmen- und Ahornholz, von Gufs-eisen oder Metall. Die Rammklötze erhalten eine Länge von 3 bis 6 schuh, eineBreite von 2 bis 3, und eine nicke von 1 f schuh . Wie man ehemals die Ramm-klötze oder Bären auf verschiedenerley Arten mit Eisenwerk, von 100 bis 200 pfundSchwere, armirt oder beschlagen hat, das zeigen die Figuren 20. bis 28. xab. 85.Wie darin dessen Arme eingelassen wurden, zeigt Fig. 17.

Damit aber die Arme des Rammklotzes an den Käufern nicht eine grofse Reibungverursachen mögen, so gab man ihnen zuweilen Firctions - Rollen, welche jedoch anhölzernen Rammklötzen gebrechlich sind, und daher nur an von Metall und Eisengegossenen gebraucht werden konnten. Auch wird zur Frhaltung der Läufer, auf ih-rer vordem Seite oder an beiden seiten, eine eiserne 12'" dicke schiene gelegt. Allediese Armirungen und Beschläge des Rammklotzes so wie auch die Frictions - Rollensind bey der Ausübung sehr mangelhaft, und sollten daher gänzlich abgeschaft wer-den Sie brechen nämlich öfters, machen daher viel Aufenthalt, und verursachenunnöthige Kosten. Folgender hölzerner Rammklotz ist nach meiner Erfahrung derbeste: Man lasse nämlich den Rammklotz aus einem ausgetrockneten eichenen Holze(Fig. 65, 66 und Ö7. Tab. 85.) bestehen; derselbe erhalte unten eine Fläche. (Fig. 65.)von vier bis 6f Quadratfufs, das ist, eine Breite und Dicke von 2 bis 2 f Schuh,und eine Höhe von 3 § bis 4 Fufs; oben sey derselbe 3 bis 2 zoll schwächer. Durchden Klotz geht ein 6" im Viereck grofses Loch a, welches das vduferloch genanntwird, indem man mit einem Rohren - Bohrer ein 3 zoll weites Loch bohrt, und die*ses mit der stofsaxt nach und nach ausstöfst *). Durch dieses Loch geht der einigeLinien dünnere Läufer ( g g Fig. 66.) der Ramme. Dann wird in der untern Flächedes Rammklotzes eine, einen zoll dicke eiserne platte df (pig. 65.) eingelassen **),die zwo Löcher hat, durch welche zwey 9 Linien starke schrauben d und f Fig. 67.gehn, für welche durch den Klotz oeffnungen gebohrt sind. Diese schrauben halten

•) Diese Oeffnung kann auch auf folgende Weise gemacht werden. Anfänglich läfst man 3 oder 5 Löcherdurch den Klotz bohren, und dann stöfst man mit der Stofsaxt das viereckige Loch nach und nachaus*

**) Wiewohl es ausgemacht ist, dafs Holz auf nolz besser, als Metall auf Holz auf den namntpfahl wirkt,indem dessen Fiebern schneller in Schwingung gebracht werden , so giebt doch die Erfahrung, dafs sichdie untere Fläche eines hölzernen Klotzes aufbiirstet und dafs hierdurch die Wirkung seines Falls sehrgeschwächt wird, und dafs Holz auf Holz den Hammpfahl sehr erhitzt.- In dieser Hinsicht also muf*man den schweren hölzernen Rammklötzen (von 5oo pfund und schwerer) eine eiserne platte geben.-